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Studie

Konservierender Ackerbau: CO2 von 50 Kohlekraftwerken einsparen?

Direktsaat, Diskussion, Weizensaat
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Karl Bockholt, agrarheute
am
05.10.2017

Europäische Landwirte könnten durch geänderte Anbaumethoden womöglich 200 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Das zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie des Europäischen Verbandes Konservierender Ackerbau (European Conservation Agriculture Federation ECAF).

Kaum vorstellbar was die Studie beschreibt. 200 Millionen Tonnen CO2 einsparen, das wären mehr als zwanzig Prozent der Zielvorgaben des EU-Emissionshandelssystems bis 2030. Insgesamt entspricht das einer Menge an Kohlenstoffdioxid, die durch die Schließung von fünfzig Kohlekraftwerken eingespart wird.
 
 

 

Konservierender Ackerbau und die Kohlenstoffbindung

Der Bericht analysiert die länderspezifischen Bindungspotentiale von Kohlenstoff durch Direktsaat und permanenter
Bodenbedeckung in der Europäischen Union (EU) sowie in vier ausgesuchten biogeographischen Regionen. Er enthält eine detaillierte Analyse des möglichen Potenzials, den europäische Landwirte durch konservierenden Ackerbau hätten.
 
Die beiden untersuchten Grundprinzipien stellen, gemeinsam mit der Fruchtfolgediversifizierung, die zentralen Ansatzpunkte von konservierendem Ackerbau ohne Pflug dar.  Die Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung (GKB), die eine inhaltlich fundierte Auseinandersetzung zum Thema möchte, wird die Studie mit Prof. Gottlieb Basch, Co-Autor und ECAF-Präsident, in Kürze erstmalig vorstellen.
 
Lesen Sie dazu auch den Artikel in dlz 10/2017 ab Seite 60

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