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Fusion

KWS will Bayer-Gemüsesparte kaufen

Firmenschild der KWS-Zentrale
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
29.05.2018

Das Gerangel um die Bayer-Geschäftsfelder geht weiter: Jetzt hat KWS bekanntgegeben, das Gemüsesaatgut übernehmen zu wollen. Ob der Deal am Ende doch platzt?

Der deutsche Saatzüchter KWS Saat SE hat jetzt Interesse an der Gemüsesparte der Bayer AG bekundet. Die Leverkusener müssen das Unternehmen Nunhems mit weltweit 2.000 Mitarbeitern im Zuge des möglichen Kaufs von Monsanto durch Bayer abtreten.

Damit wird das Gerangel um die Filetstücke von Bayer größer. An Nunhems sollen auch Syngenta und zuletzt verschärft BASF interessiert sein, die Ludwigshafener äußern sich derzeit aber nicht zu eventuellen Kaufabsichten.

KWS: "Attraktive Konditionen für Bayer-Aktionäre"

Am 25. Mai hat die EU-Kommission die finalen Auflagen an Bayer veröffentlicht. Bayer ist bereit, größere Teile des CropScience-Geschäfts abzugeben. Saatgut für Raps, Soja, Baumwolle und das Breitbandherbizid Glufosinat sollen demnach an BASF gehen. Die Gemüsesparte, die unter der Marke Nunhems firmiert, erzielt einen Umsatz von 430 Millionen Euro.

Da es sich um ein unverbindliches Angebot handelt, veröffentlicht KWS keine Details, spricht aber selbst von „attraktiven Konditionen“ für die Bayer-Aktionäre. Agrarwirtschaft und Landwirte würden von einem Erwerb von Nunhem durch KWS durch „ein unabhängiges Saatgutunternehmen ohne Agrarchemie profitieren“, heißt es von KWS.

In einer früheren Version war in diesem Beitrag davon die Rede, dass KWS als Familienunternehmen keine Details von Kaufangeboten veröffentlichen muss. Richtig ist: Als börsennotierte Aktiengesellschaft im SDAX mit dem Transparenzlevel Prime Standards ist das Unternehmen ad hoc-pflichtig und muss Kaufinteresse und auch Details von Kaufangeboten veröffentlichen. Hier handelt es sich allerdings um ein unverbindliches Kaufangebot.

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