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Ackerbohnen: Achten Sie auf Schokoladenflecken und Rost

Schokoladenflecken an Ackerbohnen
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
01.06.2018

Botrytis verursacht in Ackerbohnen ab der Blüte Schokoladenflecken, die deutlich ertragswirksam sein können. Später kann Rost hinzukommen. Wir sagen, was wirkt.

Der Erreger Botrytis fabae ist als Erreger der Schokoladenfleckenkrankheit in der Ackerbohne sehr weit verbreitet.

Aufgrund des hohen Wärme- und Feuchtigkeitsbedarfes tritt dieser Pilz ab der Blüte Ende Mai/Anfang Juni verstärkt auf. Darauf weist die Landwirtschaftskammer (LWK) Nordrhein-Westfalen hin.

So erkennen Sie Befall

Symptome sind millimetergroße, schokoladenfarbige, runde Flecken mit zum Teil hellem Zentrum. Mitunter ist der ganze Blattapparat betroffen.

Bei feuchtwarmer Witterung entsteht das zweite Befallsbild in Form von großen braunen Flecken, die teilweise dunkelbraun bis grau umrandet sind und ringförmige Zonierung aufweisen. Fließen die Flecken zusammen, sterben die Blätter ab. Auch auf Stängeln und Hülsen entstehen Flecken.

Rost kommt später

Ackerbohne mit Rostbefall

Zum späteren Entwicklungszeitpunkt, ab Ende der Blüte, kann Rost (Uromyces vicia fabae) hinzukommen.

Dieser Pilz entwickelt sich optimal bei höheren Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit und intensiver Sonneneinstrahlung.

Die Sporen verbreiten sich mit dem Wind. An den Blättern sind punktförmige, rost- bis dunkelbraune Ringe beziehungsweise Pusteln zu finden, die auf der Blattoberfläche von einem gelblichen Hof umgeben sind.

Welche Mittel wirken

Gegen Rostbefall ist Folicur mit einer Aufwandmenge von 1,0 l/ha zugelassen.

Tritt auch die Schokoladenkrankheit auf, ist die Kombination von 0,5 l/ha Ortiva plus 0,5 l/ha Folicur zu bevorzugen.

Mit dieser Mischung wird die heilende Wirkung von Folicur mit der längeren Dauerwirkung vom Ortiva kombiniert.

Je früher behandelt wird, desto höher sollte die Aufwandmenge von Ortiva sein, um einen längeren Schutz zu erreichen.

Mit Material von LWK NRW, LfL Bayern

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