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Forschung

Frühreife Sojastämme für den regionalen Anbau identifiziert

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
07.02.2017

Die Universität Hohenheim hat zusammen mit dem Tofuhersteller Taifun mehrere frühreife Sojastämme identifiziert. Dies könnte den Anbau in Deutschland nach Norden verschieben.

Vielversprechende Erkenntnisse zum Sojaanbau in Deutschland liefert ein Forschungsprojekt, das die Universität Hohenheim und der Tofuhersteller Taifun derzeit gemeinsam durchführen. Wie die Organisationen am vergangenen Mittwoch mitteilten, wurden in dem Vorhaben bislang mehrere frühreife Sojastämme identifiziert. Diese versprächen eine schnellere Reifung und seien somit auch für den Anbau in Regionen in Deutschland geeignet, in denen der Sommer kürzer und kühler ausfalle.

Zudem habe man besonders eiweißreiche Sojabohnensorten gefunden, die mit einem Proteingehalt oberhalb der üblichen 40 Prozent beste Voraussetzungen für die Tofuherstellung mitbrächten.

Schließlich sei in der Studie auch die Eignung verschiedener Standorte für den Sojaanbau in Deutschland geprüft worden, berichteten die Forscher. Es habe sich herausgestellt, dass sich das Rheintal, Regionen rund um Berlin, Leipzig und Magdeburg sowie das Donautal in Bayern aufgrund milder Temperaturen besonders gut für den Sojaanbau eigneten.

Mehr als 1.700 Sojakreuzungen ausgesät

Das Soja-Experiment war vor einem Jahr an den Start gegangen. Deutschlandweit säten Landwirte sowie Profi und Hobbygärtner insgesamt mehr als 1.700 Sojakreuzungen an verschiedenen Standorten aus. Nach der Ernte wurden laut Angaben der Forscher insgesamt 15.000 Proben für Untersuchungen an die Universität Hohenheim geschickt.

Außerdem dokumentierten die Gärtner und Landwirte auf den Feldern unter anderem die Pflanzenhöhe und Reifezeit der Pflanzen. In einem weiteren Schritt sollen im kommenden Frühjahr die aussichtsreichsten Sorten noch einmal angebaut werden, um den Ertrag zu vergleichen.

Mit Material von Agra Europe

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