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Greening

Körnerleguminosen: Die Aussaat kann kommen

Dieser Artikel ist zuerst im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt erschienen.

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Aussaat bei der Ackerbohne
© agrarfoto.com
von am
23.03.2017

Nach derzeitigem Stand der Diskussion sind für den Leguminosenanbau 2017 auf ökologischen Vorrangflächen keine Änderungen zu erwarten.

Das von der EU-Kommission diskutierte Verbot von Pflanzenschutzmitteln im Rahmen des Greening sorgte in den vergangenen Monaten an vielen Stellen für Verunsicherung im Zusammenhang mit dem Leguminosenanbau auf ökologischen Vorrangflächen (ÖVF). Nach derzeitigem Stand der Diskussion sind für den Leguminosenanbau 2017 auf ÖVF keine Änderungen zu erwarten.

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) stellt auf ihren Internetseiten die Ergebnisse der LSV-Sortenversuche bei Ackerbohnen, Erbsen und Sojabohnen zur Verfügung. Ebenso sind hier die aktuellen Empfehlungen zum Herbizideinsatz im Körnerleguminosenanbau veröffentlicht.

Ertragswerte bei Sojabohnen: Bis zu 43 dt/ha

Erste Auswertungen der erhobenen Praxisdaten im Soja-Netzwerk zeigen für 2016 sehr hohe Ertragswerte bei Sojabohnen. Im deutschlandweiten Durchschnitt konnten sowohl in der konventionellen Bewirtschaftung als auch im ökologischen Landbau etwa 30 dt/ha geerntet werden. Im Maximum reichte das Ertragsniveau für beide Bewirtschaftungsformen sogar bis hin zu 43 dt/ha.

Die vom Bund geförderten Projekte Soja-Netzwerk, das Demonstrationsnetzwerk Erbse/Bohne und das Lupinennetzwerk sowie die Bayerische Eiweißinitiative haben die Förderung des Anbaus und der Verwertung von Eiweißfrüchten zum Ziel. Sie unterstützen den Wissensaustausch von Landwirt zu Landwirt und bieten zahlreiche aktuelle Informationen. Auch in diesem Jahr veranstalten die Netzwerke ab Mai in ganz Bayern Feldtage und Felderbegehungen zu den Kulturen Soja, Erbse, Ackerbohne und Lupine. Praktiker erhalten Informationen zu aktuellen Empfehlungen rund um Anbau und Verwertung von Körnerleguminosen und können mit Experten diskutieren.

Mit Material von Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)

Diese Leguminosen sind greeningfähig

Neben der Ackerbohne (Vicia faba) darf auch die Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) auf Ökologischer Vorrangfläche angebaut werden. © Mühlhausen/Landpixel
Auf diesem Bild ist eine Zottelwicke (Vicia villosa) zu sehen. Weitere erlaubte Wickenarten sind: Pannonische Wicke und die Saatwicke. © hapo/Landpixel
Neben dem wohlbekannten Rotklee (Trifolium pratense) sind folgende Kleearten erlaubt: Hopfenklee, alle Arten der Gattung Steinklee, Hornschotenklee, Alexandriner Klee, Schwedenklee, Inkarnatklee, Weißklee, Persicher Klee, Erdklee.Eine eigene Bildergalerie zu den erlaubten Kleesorten, finden Sie hier. © hapo/Landpixel
Die Luzerne (Medicago sativa) gehört ebenfalls zu den erlaubten Leguminosen. Auch die Bastardluzerne und die Sandluzerne dürfen auf ökologischen Vorrangflächen angebaut werden. © Mühlhausen/Landpixel
Natürlich darf hier auch die Erbse ( Pisum sativum) nicht fehlen. © Mühlhausen/Landpixel
Bei den Linsen sind alle Arten erlaubt. © Mühlhausen/Landpixel
Auch die Sojabohne (Glycine max) darf angebaut werden. © Mühlhausen/Landpixel
Bei der Esparsette sind ebenfalls alle Arten greeningfähig. © Mühlhausen/Landpixel
Auch die Serradella gilt als greeningfähig und wird häufig in Saatenmischungen angeboten. © hapo/Landpixel
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