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Ölsaaten

Soja: Bundesweite Anbaufläche erreicht Rekordwert

von , am
10.06.2015

Die Anbaufläche von Soja wächst von Jahr zu Jahr. 2014 wurde die heimische Eiweißpflanze deutschlandweit auf rund 10.000 Hektar angebaut.

Der Anbauschwerpunkt der Eiweißpflanze liegt in Süddeutschland: 2014 wurde in Bayern auf 7.000 Hektar Soja angebaut. © Mühlhausen/landpixel
Allein die Anbaufläche in Bayern und Baden-Württemberg macht mit rund 11.000 Hektar deutlich: 2015 wird ein neues Spitzenjahr für den heimischen Sojaanbau. Während bundesweit 2012 auf etwa 5.000 Hektar Sojabohnen angebaut wurden, waren es 2014 bereits rund 10.000 Hektar. Der Anbauschwerpunkt liegt in Süddeutschland:
  • In diesem Jahr bricht die Soja-Anbaufläche in Bayern nach vorläufigen Zahlen mit über 7.000 Hektar alle bisherigen Rekorde.
  • In Baden-Württemberg stehen 2015 voraussichtlich mindestens 4.000 Hektar Sojabohnen auf dem Feld.
  • Die exakten Anbauzahlen der einzelnen Bundesländer stehen nach der Ernte fest.

Soja-Netzwerk

Grund für die starke Zunahme der Soja-Anbaufläche in den vergangenen Jahren ist unter anderem die intensive Beratung durch die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), die auch ein bundesweites Soja-Netzwerk koordiniert.
 
Das Soja-Netzwerk besteht aus insgesamt 120 Leuchtturm- und Datenerfassungsbetrieben in elf Bundesländern, die aktuelle Erkentnisse aus der Forschung in die Praxis umsetzen.
 
Auf den Leuchtturmbetrieben werden aktuelle Erkenntnisse aus der Soja-Forschung in die Praxis umgesetzt. Die Demonstrationsanlagen zeigen:
  • Anbautechniken wie Drill-, Einzelkorn- oder Direktsaat,
  • Zwischenfruchtvarianten,
  • Unkrautregulierung,
  • Reifeklassen,
  • Impfvarianten oder
  • Saatstärken.

Greening macht Soja interessant

Einen weiteren Grund für den steigenden Sojaanbau sieht der Sojaförderring im Greening: Seit 2015 sind fünf Prozent ökologische Vorrangflächen Pflicht für den Erhalt von Direktzahlungen. Leguminosen, darunter auch die Sojabohne, werden dabei mit dem Faktor 0,7 angerechnet.
 
Hinzu kommt, dass die Greening-Maßnahmen in einigen Bundesländern mit Förderungen in den Agrarumwelt- und Kulturlandschaftsprogrammen (KULAP) kombiniert werden können. 

Herausforderung: Regionale Aufbereitung

Soja ist wegen seines Gehalts an hochwertigem und hoch konzentriertem Eiweiß unverzichtbar in der Nutztierfütterung. Auch für den menschlichen Verzehr spielt die Hülsenfrucht eine zunehmend wichtige Rolle. Mit dem steigenden heimischen Anbau wächst die Herausforderung, die Bohnen lokal aufzubereiten und zu vermarkten. Für große, herkömmliche Extraktionsanlagen sind die heimischen Chargen noch zu gering. Einige dezentrale Aufbereitungsanlagen, die mit thermischen, druck- oder hydrothermischen Verfahren arbeiten, haben sich mittlerweile etabliert.
 
Weitere Informationen zum Soja-Netzwerk, Sojaanbau sowie zu den aktuellen Veranstaltungen gibt es unter www.sojafoerderring.de sowie unter www.ble.de/eiweisspflanzenstrategie
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