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Eiweißpflanze

Vorteile und Anbau-Tipps rund um die Luzerne

© agrarfoto
von am
14.06.2016

Die Luzerne hat eine hohe Stickstofffixierleistung. Was der Anbau bringt und worauf man achten sollte, erfahren Sie in unseren Ratgeber.

Im Rahmen der bayerischen Eiweißinitiative fand Ende Mai eine Fachtagung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) statt. Hierbei wurden die Vorteile des Anbaus der Luzerne vorgestellt.

  • Ihre intensive Durchwurzelung lockert und verbessert den Boden.
  • Luzerne reichert den Boden mit Humus an.
  • Aufgrund der Stickstofffixierung besitzt sie einen guten Vorfruchtwert.

Beim Luzerneanbau kann mit einer Stickstofffixierleistung von 250 kg N und einer Humusanreicherung von 50 dt Trockenmasse gerechnet werden.

Nährstoff-Ansprüche der Luzerne

  • In der Regel ist keine Stickstoffdüngung notwendig, höchstens die Gabe von 40 kgN im Ansaatjahr auf stickstoffarmen Böden.
  • Von Bedeutung ist bei der Luzerne die Phosphordüngung, insbesondere für die Versorgung der Knöllchenbakterien
  • Zur Regulierung des Wasserhaushalts ist die Kaliumversorgung der Pflanze wichtig. Die Luzerne entzieht dem Boden hohe Mengen an Kalium, etwa 360 kg/ha bei einem Ertrag von 110 dt Trockenmasse.

Tipps zum Pflanzenbau

  • Bezüglich der Aussaat riet die Expertin zum Anwalzen nach der Saat, gerade bei der Reinsaat, um einen besseren Bodenkontakt herzustellen.
  • Die empfohlene Saatstärke liege bei 25 kg/ha bis 30 kg/ha.
  • Da in der Luzerne nur sehr wenige Herbizide zugelassen sind, ist die Saatbettbereitung zur Unkrautunterdrückung wichtig.
  • Bei einem hohen Unkrautdruck kann im Herbst ein Schröpfschnitt durchgeführt werden, der jedoch recht hoch und spätestens Ende September, Anfang Oktober geschehen sollte, um die Luzerne nicht zu sehr zu schwächen.
     

Diese Leguminosen sind greeningfähig

Neben der Ackerbohne (Vicia faba) darf auch die Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) auf Ökologischer Vorrangfläche angebaut werden. © Mühlhausen/Landpixel
Auf diesem Bild ist eine Zottelwicke (Vicia villosa) zu sehen. Weitere erlaubte Wickenarten sind: Pannonische Wicke und die Saatwicke. © hapo/Landpixel
Neben dem wohlbekannten Rotklee (Trifolium pratense) sind folgende Kleearten erlaubt: Hopfenklee, alle Arten der Gattung Steinklee, Hornschotenklee, Alexandriner Klee, Schwedenklee, Inkarnatklee, Weißklee, Persicher Klee, Erdklee.Eine eigene Bildergalerie zu den erlaubten Kleesorten, finden Sie hier. © hapo/Landpixel
Die Luzerne (Medicago sativa) gehört ebenfalls zu den erlaubten Leguminosen. Auch die Bastardluzerne und die Sandluzerne dürfen auf ökologischen Vorrangflächen angebaut werden. © Mühlhausen/Landpixel
Natürlich darf hier auch die Erbse ( Pisum sativum) nicht fehlen. © Mühlhausen/Landpixel
Bei den Linsen sind alle Arten erlaubt. © Mühlhausen/Landpixel
Auch die Sojabohne (Glycine max) darf angebaut werden. © Mühlhausen/Landpixel
Bei der Esparsette sind ebenfalls alle Arten greeningfähig. © Mühlhausen/Landpixel
Auch die Serradella gilt als greeningfähig und wird häufig in Saatenmischungen angeboten. © hapo/Landpixel
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