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Schädlinge

Mäuse jetzt beobachten und zuverlässig bekämpfen

Mäuselöcher im Grünland
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
27.09.2018

Mit auflaufendem Raps und Getreide kommen auch die Feldmäuse wieder. Lesen Sie hier unsere Tipps, damit Ihre Bestände lange befallsfrei bleiben.

Feldmäuse sind bis jetzt in diesem Herbst noch kein großes Problem. Die Überwachung der Stoppelflächen im Sommer in Thüringen ergab meist befallsfreie Flächen.

Stärkere Aktivität zeigte sich oft aber an Feldrändern. Nach dem Aufgang der Raps- und Getreidebestände ist mit einem Einwandern in die Felder zu rechnen.

Tipp der Berater von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft: Merken Sie sich diese Flächen vor und kontrollieren Sie sie nach dem Aufgang der Winterkulturen gezielt. So lassen sich die Feldmäuse rechtzeitige bekämpfen.

Die bisher geringen Funde auf dem Ackerfutter und Grünland lassen nur eine vage Einschätzung der Befallssituation zu. Wie zu erwarten, ist der Befall höher als auf dem Acker, teilweise mit Überschreitungen der Bekämpfungsrichtwerte. Insgesamt ist er aber niedriger als im Vorjahr.

Bekämpfungsrichtwerte einhalten

Warten Sie bei nachgewiesenem Befall nicht mit einer Bekämpfung der Feldmäuse. Es gilt folgender Bekämpfungsrichtwert: 5 bis 8 wieder geöffneten Löchern pro 250 m², und das 24 Stunden nach dem Zutreten.

Optimal für das Ausbringen der Feldmausköder mittels Legeflinte ist eine trockene Witterung.

Verdeckte Ausbringung ist Pflicht

Zur Anwendung auf Kulturflächen stehen nur noch Feldmausköder mit Zinkphosphid zur Verfügung. Das sind beispielsweise Ratron Giftlinsen, Ratron-Giftweizen oder Feldmausköder Kwizda.

Die hohe Toxizität des Wirkstoffes gegenüber Vögeln und anderen Wildtieren verlangt eine verdeckte Ausbringung. Deshalb sollten die Feldmausköder mit der Legeflinte ausgebracht werden, und zwar 5 Stück pro Loch direkt in die Feldmausgänge.

Kein Sachkundenachweis nötig

Bei der Anwendung der Mittel ist der geforderte Abstand zu Gewässern von 10 m und die vorgeschriebene Anwendungshäufigkeit einzuhalten.

Das Ausbringen von Giftweizen/-linsen mit der Legeflinte zählt zu den einfachen Hilfstätigkeiten. Damit ist der Nachweis der Sachkunde Pflanzenschutz bei diesen Arbeiten nicht notwendig, wenn das Ausbringen der Köder unter Aufsicht und Verantwortung einer sachkundigen Person erfolgt.

Mit Material von TLL Jena

Feldmäuse: Schadbilder und Bekämpfung

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