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Pflanzenbau

3 Tipps für Mais-Untersaaten

Gräser-Untersaat in Maisstoppel
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Wolfgang Piller, Wochenblatt
am
10.04.2017

Eingesät in den kniehohen Mais, bleibt die Gräser-Untersaat unscheinbar bis zur Ernte. Jetzt, nach dem Winter zeigt sie ihre Vorteile. Das gilt es zu beachten.

Untersaaten im Mais können vieles:

  • Boden durchwurzeln
  • Stickstoff binden
  • Regenwürmer füttern
  • Wasser auf dem Feld halten
  • Greeningauflagen erfüllen

Max Stadler ist Berater vom Fachzentrum Agrarökologie am Pfaffenhofener Landwirtschaftsamt und demonstriert die Wirkung von Untersaaten für Regenwürmer ganz praktisch, indem er die Tiere mit einer Formaldehyd-Lösung an die Oberfläche treibt und zählt. Die Masse auf der Versuchsfläche ist immens: 158 g am Quadratmeter entspricht 1.580 kg am Hektar – drei Großvieheinheiten! Weil die Würmer nur etwa ein Viertel des Bodenlebens ausmachen, leben an diesem Feld etwa 12 GV je Hektar.

Der Vergleich mit der unbegrünten Praxisfläche zeigt, wie viel an organischer Masse die Untersaaten gebildet haben. Doch man muss mit ihnen Geduld haben: Noch im Herbst enttäuscht der Aufwuchs regelmäßig, erst über den Winter und mit der beginnenden Vegetation im Frühjahr schieben die Gräser richtig an.

1. Mischungen bei Untersaaten beachten

Dabei gibt es Unterschiede zwischen den Mischungen. Je geringer der Anteil an Deutschem Weidelgras und je mehr stattdessen Welsches und Bastardweidelgras in den Mischungen ist, umso stattlicher ist auch der Aufwuchs. Doch unterirdisch zieht das Deutsche Weidelgras mit den anderen in etwa gleich. Das heißt: Die Durchwurzelung ist bei den Mischungen vergleichbar, die oberirdische Masse nicht.

Das hat Vor- und Nachteile. Der geringere oberirdische Aufwuchs lässt sich leichter vor der nächsten Aussaat wieder umackern. Doch der mastigere Aufwuchs hat im Vergleich noch etwas mehr des Stickstoffs über den Winter transportiert. Geschätzt 40 bis 60 kg/ha haben die Gräser auf der Demonstrationsfläche bis dahin aufgenommen, das entspricht einem Wert von – grob gerechnet – 40 bis 60 Euro für den eingesparten Dünger und beinahe die Kosten der Untersaat.

2. Untersaaten mit genügend Wasser versorgen

Dem Maisertrag schaden die Gräser nicht, da ihre Konkurrenzkraft erst nach der Ernte zum Zug kommt. Voraussetzung dafür ist, dass es genug Wasser gibt. 900 Liter durchschnittlicher Jahresniederschlag halten jedes Problem fern, erläuert Stadler. Bei 850 würde er es noch probieren, bei 750 es eher sein lassen.

3. Klee darf für Greening nicht mit gesät werden

Mit Untersaaten kann man Greeningauflagen erfüllen, allerdings nur mit reinen Gräsermischungen. Klee darf keiner darin enthalten sein. Eine schlüssige Begründung dafür gibt es laut Stadler nicht.

Den vollständigen Beitrag über Maisuntersaaten und die Wirkung auf den Demonstrationsflächen lesen Sie in der Ausgabe 14/2017 des Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatts.

Junkkari M 3000: Aussaat, Untersaat und Düngung in einem

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