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Mais

Agrarreform: 'Mulchen als Alternative zum Zwischenfruchtanbau anerkennen'

von , am
12.05.2014

Brüssel - Die Vereinigung der europäischen Maiserzeuger (CEPM) fordert im Rahmen des Greenings die Anerkennung des Mulchens als Alternative zum Zwischenfruchtanbau.

Raupen des Maiszünslers können durch zerkleinern der Stoppel bekämpft werden. © Mühlhausen/landpixel
Das Mulchen sei für den Maisanbau besonders geeignet, da die Stängel der Pflanze weder verwendet noch exportiert würden, erklärte die CEPM Ende April anlässlich eines Seminars zum Thema in Brüssel. Diese vernünftige Nutzung von Reststoffen bringe hervorragende Ergebnisse hinsichtlich der Rückführung von organischem Material in den Boden, Kohlenstoffspeicherung sowie Erosionsschutz und verringere das Risiko von Krankheiten und Parasitenbefall ohne den Einsatz chemischer Substanzen.

Brüssel soll nun entscheiden

Die Maiserzeuger wiesen darauf hin, dass diese Praxis bereits seit dem 17. Jahrhundert in den Tälern großer Flüsse wie Garonne, Rhein oder Donau betrieben werde. Sie riefen die Mitgliedstaaten dazu auf, bei der nationalen Umsetzung der EU-Agrarreform die Äquivalenz des Mulchens zum Zwischenfruchtanbau bei der Europäischen Kommission zu beantragen. Die Brüsseler Behörde könne dann abschließend entscheiden.
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