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Saatgut

Anbau von Ökomais steigt

Striegeln von Ökomais
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Eva Eckinger, agrarheute
am
08.02.2018

Ökologisch wirtschaftende Betriebe haben sich lange Zeit beim Maisanbau zurückgehalten. Doch das habe sich nun geändert, wie das Deutsche Maiskomitee berichtet.

Mais findet inzwischen auch in der ökologischen Landwirtschaft immer mehr Anklang, berichtet das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK). Lange Zeit waren Ökobetriebe beim Maisanbau eher zurückhaltend.

Doch seit 2007 konstant steigende Absatzzahlen für Saat-Mais aus ökologischer Erzeugung belegen, dass sich dies nun geändert hat. Für 2018 wird nun ein weiterer Wachstumssprung erwartet. Das DMK erklärt auch die Gründe für diese Veränderung.

Gewaltiger Anstieg von Ökomais

Für das laufende Jahr prognostizieren die Saatmaiserzeuger einen Absatz von 80.050 Einheiten, nachdem 2017 mit 45.403 Einheiten erstmals die 40.000er-Marke geknackt wurde, so das DMK. 2007 lag der Absatz für Saatmais aus ökologischer Erzeugung noch bei 8.534 Einheiten.

Für einen Hektar Mais benötigt ein Landwirt laut DMK durchschnittlich etwa zwei Einheiten. 2018 wachsen demnach etwa 40.000 Hektar Ökomais heran. In Anbetracht der gesamten deutschen Anbaufläche von rund 2,5 Millionen Hektar ist das nur ein geringer Anteil. Ein Blick auf die Zahlen von 2014 mit 31.298 Einheiten Öko-Saatmais, die rund 15.600 Hektar Anbau entsprechen, zeige aber die gewaltige Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit auf, so das DMK.

Ökobetriebe: Nur noch ökologisch vermehrtes Saatgut erlaubt

Diese Entwicklung geht aber auch auf die geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen zurück, erklärt das Deutsche Maiskomitee. Denn seit 2014 darf in ökologisch wirtschaftenden Betrieben tatsächlich nur noch ökologisch vermehrtes Saatgut ausgesät werden. Davor konnten die Landwirte bei ihrer Sortenwahl neben dem Saatmais aus ökologischer Erzeugung laut DMK auch auf konventionell erzeugtes, aber ungebeiztes Saatgut zurückgreifen.

Witterungsbedingte Steigerung von Ökomais

Neben der zunehmenden Attraktivität von Ökomais als Bestandteil der Futterration in der Milcherzeugung könnte ein weiterer Grund für die erwartete Steigerung witterungsbedingt sein, vermutet das DMK. In vielen Betrieben konnte das Wintergetreide 2018 aufgrund der außergewöhnlich nassen Bedingungen im Herbst nicht ausgesät werden. Die Landwirte hielten also nach Alternativen im Frühjahr Ausschau und setzten dabei auch auf Mais.

Mit Material von Deutsches Maiskomitee e.V. (DMK).

Erntehelfer USA: Körnermaisernte in Minnesota

Öko-Körnermais in den USA
John Deere Mähdrescher bei der Maisernte
Maisfläche in den USA
Öko-Körnermaisernte in Minnesota
Luzerne als Untersaat in Hafer
Mähdrescher wird gewartet
Maisgebiss in der Werkstatt
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Mais dreschen
Mais dreschen in der Dunkelheit
Körnermaisernte USA
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John Deere mit Scheibenegge auf Maisacker in den USA
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