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Mais

Argentinien: Farmer schränken Maisanbau ein

von , am
10.08.2012

Buenos Aires - Soja statt Mais - so lautet offenbar die Devise vieler argentininscher Farmer. Sie Wechseln vom stark regulierten Maismarkt zum preislich attraktiveren Sojamarkt.

© landpixel
Die Anbaufläche von Mais beim weltweit zweitgrößten Exporteur Argentinien könnte in der neuen Saison deutlich zurückgehen. Davon geht zumindest die Getreidebörse in Buenos Aires in einer aktuellen Prognose vom Anfang dieser Woche aus. Dabei erwarten die Marktanalysten auf der Basis der vorliegenden Anbauplanungen - trotz der hohen Weltmarktpreise - einen Flächenrückgang von 0,5 Millionen Hektar (Mio. ha) auf 3,1 Mio. ha.

Wechsel zum Soja

Hauptursache für den Anbaurückgang ist offenbar der Wechsel vieler Farmer vom stark regulierten Maismarkt zum weniger kontrollierten und preislich attraktiven Sojamarkt. Die neue Maisaussaat beginnt in Argentinien allerdings erst im September und erstreckt sich bis in den November hinein.
 
Das USDA hatte die Anbaufläche im Juli noch auf 3,4 Mio. ha und die Produktion auf einen Rekordwert von 25 Millionen Tonnen geschätzt.

Trockenheit im letzten Jahr

Im letzten Jahr hatten die argentinischen Farmer auf 3,6 Mio. ha Mais angebaut. Allerdings hatte die massive Trockenheit zum Beginn der Wachstumsperiode im November/Dezember zu massiven Ertrags- und Produktionseinbußen bei Soja und bei Mais geführt. Wegen der schwachen Maiserträge hatte die Erntemenge - trotz einer starken Anbauausweitung - letztlich nur ein Volumen von 21 Mio. t erreicht und die zunächst erwartet Rekordernte deutlich verfehlt.

Weniger Exporte möglich

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Trotz der Produktionseinbußen war Argentinien im letzten Jahr mit 14,5 Mio. t nach den USA und noch vor der Ukraine und Brasilien der zweitgrößte Anbieter von Mais am Weltmarkt. Eine Anbaueinschränkung würde das globale Angebot nach der sich abzeichnenden kleineren US-Ernte jedoch weiter verknappen, auch wenn bislang für Brasilien und die Ukraine noch mit sehr gute Ernten gerechnet wird.
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