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Mais

Argentinien: Maisaussaat vier Wochen zurück

von , am
10.12.2012

Obwohl die Mais- und Sojaaussaat in Argentinien durch Regenfälle verzögert wird, gehen Analystenhäuser von einer Rekordernte aus. Ursache ist eine gewaltige Anbauausdehnung.

Bei Mais, Soja und Reis droht nahezu ein Totalausfall der Ernte. © s.media/pixelio.de
Argentiniens Maisausaat liegt vier Wochen hinter dem optimalen Zeitfenster. Auch die Aussaat von Soja ist in Argentinien zeitlich deutlich zurück. Dies haben diese Woche die Analysten von Informa Economics in einem Ausblick auf die im Frühjahr 2013 erwartete südamerikanische Soja- und Maisernte mitgeteilt.

Maisernte eine Million Tonnen kleiner

Informa Economics hat wegen der anhaltenden Regenfälle seine Prognose für die argentinische Maisproduktion um etwa eine Million Tonnen (Mio. t) bzw. vier Prozent (%) auf 27 Mio. t gesenkt. Dabei wurde nicht nur die Ertragserwartung reduziert sondern wegen der schweren Überschwemmungen auch die Erntefläche um 0,1 Million Hektar (Mio. ha) nach unten gesetzt.

Trotz Korrektur Rekordente

Trotz der Korrektur wäre dies immer noch eine neue Rekordernte, verfehlt aber bereits die letzten Erwartungen des USDA. Die US-Experten gingen im November - wie zuvor die Analysten von Informa - von einer Maisernte von 28 Mio. t aus sowie von einer möglichen Exportmenge von 17,5 Mio. t. Im letzten Jahr hatten die Argentinier trotz deutlich schwächere Ernte immerhin 16,5 Mio. t exportiert.

Sojaernte ebenfalls kleiner

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Die argentinische Sojaproduktion wurde von Experten von Informa Anfang Dezember auf 58,4 Mio. t geschätzt und damit 1,1 Mio. t kleiner als bei der letzten Prognose. Auch hier liegen die Ursachen in den massiven Regenfällen und Überflutungen und dem schleppenden Aussaatfortschritt. Die Aussaatfläche hat Informa bei Soja um 0,3 Mio. ha reduziert, obgleich das Zeitfenster für die Sojaaussaat noch größer ist als für den Mais. Zudem können in Argentinien noch beträchtliche Flächen mit Soja als Zweitfrucht nach Weizen (ab Januar) bestellt werden können.

Anbaufläche gewaltig ausgedehnt

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) liegt mit seiner letzten Produktionsprognose von 55 Mio. t für die argentinische Sojaernte allerdings schon deutlich niedriger als Informa. Beide Werte sind jedoch immer noch neue Produktionsrekorde. Grundlage ist die sowohl vom USDA als auch vom argentinischen Landwirtschaftsministerium unterstellte gewaltige Anbauausweitung von rund zwei Millionen Hektar auf 19,4 bis 19,7 Mio. ha.
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