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Mais

Argentinien: Ministerium reduziert Ernteprognosen

© marshi_aboutpixel
von , am
25.01.2012

Nach wie vor beschäftigt die Trockenheit in Südamerika die Märkte. Offenbar haben die Regenfälle der letzten Tage die Trockenschäden in wichtigen Ackerbauregionen Argentiniens nur bedingt abmildern können.

© Tobias Marx/fotolia
Entsprechend deutlich hat jetzt das argentinische Landwirtschaftsministerium seine Ernteprognosen für Mais und Soja nach unten korrigiert. Ein Viertel des Mais in schlechter Verfassung Am stärksten setzte das Landwirtschaftsministerium die neue Schätzung für die argentinische Maisernte nach unten.
 
Nachdem man im letzten Monat noch von einer Erntemenge von 30 Millionen Tonnen (Mio. t) Mais ausgegangen war, erwartet das Ministerium jetzt nur noch eine Maisernte von 23 Mio. t. In dem aktuellen Erntereport begründete man die drastische Reduzierung der Prognose vor allem mit der Hitze und Trockenheit während der wichtigen Wachstumsphase im Dezember. Mittlerweile befinden sich nach Angaben des Ministeriums rund 25 Prozent (%) der Maisbestände in schlechten Zustand, 33 % in guter Verfassung und bei 42 % ist das Zustand durchschnittlich.
 
Mit seiner Ernteprognose bleibt das Ministerium rund drei Millionen Tonnen unter der letzten USDA-Prognose von 26 Mio. t, jedoch noch über der Ernteerwartung der Getreidebörse in Rosario von 21, 4 Mio. t. Mit der erwarteten Erntemenge von 23 Mio. t würde der weltweit zweitgrößte Maisexporteur die bisherige Rekordernte 23,5 Mio. t aus dem Jahr 2009 knapp verfehlen.

Soja kann sich noch erholen

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Die Sojabohnenernte schätzte das Ministerium von ursprünglich erwarteten 52 bis 53 Millionen Tonnen auf 48,9 Mio. t nach unten. Damit bleiben die argentinischen Behörden mit ihrer Prognose unter den Erwartungen des USDA von 50,5 Mio. t und auch unter der Prognose der Getreidebörse in Rosario von 49,5 Mio. t . Allerdings halten die Fachleute des Landwirtschaftsministeriums bei weiteren Regenfällen durchaus noch eine Erholung der Erträge und damit der Erntemenge für möglich.
 
Derzeit sind etwa zwölf Prozent des Sojas in schlechter Verfassung, bei 34 % ist der Zustand durchschnittlich und bei 24 % gut. Mit den erwarteten knapp 49 Mio. t würden die Argentinier immer noch die zweit- oder drittbeste beste Ernte überhaupt einfahren. Derzeit ist Argentinien nach Brasilien und den USA der weltweit drittgrößte Exporteur von Sojabohnen und der mit Abstand größte Exporteur von Sojaschrot.
 
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