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Brasilien/Mais: Kleinere Ernte, Preise trotzdem unter Druck

von , am
03.02.2014

Im Februar beginnt in Brasilien die Maisernte (Sommermais). Dieses Jahr wurde der Maisanbau dort deutlich eingeschränkt - zu Gunsten von Soja.

© xiaoma/fotolia.com
Brasilien hat in einem Jahr zwei Maisernten. Die Ernte von Sommermais beginnt im Februar, der als Zweitfrucht nach Soja gepflanzte Wintermais (Safrina), wird erst ab Juni geerntet.
 
Das USDA-Büro in Brasilien bestätigte nun die zuletzt für die Gesamternte gemachte Prognose. Danach wurde der Maisanbau in Brasilien deutlich zu Gunsten von Soja eingeschränkt. Das hat einen deutlichen Produktionsrückgang gegenüber dem Vorjahr zur Folge und auch die Exporte Brasiliens gehen spürbar zurück.

Soja deutlich lukrativer

Grund für den Anbaurückgang sind die im Verhältnis zum Soja deutlich schlechteren Erlösaussichten beim Mais. Zwei aufeinanderfolgende Rekordernten sorgten für erheblichen Preisdruck am brasilianischen Markt.
 
Analysten halten indessen beim Wintermais noch einen Flächenzuwachs für möglich, sollten sich die Preise in den nächsten Woche noch positiv entwickeln. Mit dem kräftigen Produktionsrückgang geht natürlich auch das Exportpotential zurück. Die Experten des USDA haben die möglichen Ausfuhren auf 21,0 Millionen Tonnen veranschlagt. Das ist ein Rückgang der Ausfuhren um knapp 20 Prozent.

Brasilianischer Mais deutlich billiger als US-Mais

Brasilianischer Mais wird derzeit an den dortigen Exporthäfen (fob) für die Verladung im Juli (Wintermais) für 136 Euro je Tonne angeboten und damit deutlich billiger als der US-Mais. Argentinischer Mais kostete an den dortigen Exporthäfen aktuell 214 US-Dollar je Tonne (fob) und für die Verladung im Juli 198 US-Dollar je Tonne (146 Euro).
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