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Schädlingsmonitoring 2015

BW: 9.558 Maiswurzelbohrer in die Falle gegangen

DMK/Hermann Krauß/agrarheute
am
29.10.2015

Seit 2014 unterliegt der Maiswurzelbohrer nicht mehr dem Quarantänestatus. Die amtliche Überwachung mit Hilfe von Pheromonfallen wurde aber auch in diesem Jahr fortgesetzt. So gingen im Raum Freiburg rund viermal soviele Käfer in die Fallen als 2014.

Fangzahlen im Südwesten stark gestiegen

Die amtliche Überwachung mit Hilfe von Pheromonfallen wurde beim Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) auch in diesem Jahr fortgesetzt. Ziel ist es laut Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK), die Verbreitung des Schädlings unter Kontrolle zu halten und frühzeitig reagieren zu können. Wie das DMK unter Berufung auf die amtlichen Stellen berichtet, sind die diesjährigen Ergebnisse vor allem für Baden-Württemberg auffällig. Dort gingen 9.558 Käfer in die Fallen. Während im Regierungspräsidium Karlsruhe 170 Käfer gefunden wurden, waren es alleine im Bereich des RP Freiburg 9.388 Käfer. 2014 wurden in dieser Region nur 2.403 Käfer gefangen. Der deutliche Anstieg geht laut DMK auf einzelne Standorte zurück, an denen über mehrere Wochen mehrere Hundert Käfer gefangen wurden.

Nach Aussagen des zuständigen Pflanzenschutzdienstes vor Ort handelt es sich um Flächen, auf denen Mais nach Mais angebaut wurde, was für die hohen Fangzahlen ausschlaggebend gewesen sei. Auf den befallenen Flächen wird 2016 kein Mais angebaut werden, um die Populationen des Maiswurzelbohrers zu dezimieren. Diese Maßnahme wurde gemeinschaftlich zwischen dem RP Freiburg, den zuständigen Landratsämtern und den betroffenen Landwirten beschlossen.

Bayern: 400 Käfer weniger als 2014

In Bayern wurden insgesamt 1.045 Käfer gezählt. Obwohl die Zahl der Fallen aufgestockt wurde, sind das knapp 400 Käfer weniger als noch 2014. Die Fundstellen lagen vor allem in grenznahen Regionen zu Österreich. Darüber hinaus wurde in Sachsen eine Fundstelle registriert.

Zu den wichtigsten prophylaktischen Bekämpfungsmaßnahmen zählt die Fruchtfolge. Die Experten empfehlen, im Zeitraum von drei Jahren höchstens zweimal Mais anzubauen. Damit werde das Wachstum der Population wirkungsvoll gestört. Das DMK stellt die Befallszahlen seit 2008 auf einer interaktiven Karte zusammen.

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