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Mais

Deutsche Maisernte deutlich unter dem Durchschnitt

© Fritz/agrarheute.com
von , am
15.10.2013

Die deutsche Maisernte fällt in diesem Jahr um ein Viertel kleiner aus als im Vorjahr. Mit der erwarteten Erntemenge von 4,07 Milllionen Tonnen ist sie so gering, wie seit sieben Jahren nicht mehr.

Die Maisernte liegt in diesem Jahr rund 14 Prozent unter der des Vorjahres. © Glaser/fotolia.com
Die deutsche Maisernte wird so klein wie seit sieben Jahren nicht mehr. Das zeigt die Anfang Oktober aktualisierte Ernteprognose des Statistischen Bundesamtes. Die erwartete Erntemenge lag jetzt bei 4,07 Millionen Tonnen (Mio. t) und damit ganz geringfügig über der ersten Ernteschätzung von 3,99 Mio. t. Im Vergleich zur Rekordernte des vergangenen Jahres (5,5 Mio. t) wäre dies ein Einbruch der Produktion um gut ein Viertel oder 1,5 Mio. t. Auch der langjährige Durchschnitt von 4,7 Mio. t wird noch deutlich um 14 Prozen (%) oder 0,7 Mio. t verfehlt. Sollten sich diese Daten bestätigen, wäre dies die schlechteste Ernte seit dem Jahr 2007 als die deutschen Landwirte mit 3,8 Mio. t das letzte Mal weniger als 4 Mio. t Mais ernteten.

Erträge so schwach wie zuletzt 2006

Ursache für die schwache Produktion ist zum einen die ungewöhnlich späte Aussaat in diesem Frühjahr und zum anderen die auch im weiteren Verlauf eher ungünstigen Wachstumsbedingungen. Die Durchschnittserträge liegen nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes lediglich bei 82 Dezitonnen je Hektar (dt/ha), nach fast 106 dt/ ha im vergangenen Jahr. Rund sechs Prozent kleiner als 2012 ist außerdem auch die Anbaufläche mit rund 496.000 ha. Dennoch ist dies immer noch die drittgrößte bislang in Deutschland mit Körnermais bestellte Fläche überhaupt.

Mais kommt aus Osteuropa nach Deutschland

Auch wenn die Körnermaisernte schwach ausfällt, wird es wohl keine knappe Versorgung bei Mais oder Futtergetreide in Deutschland geben. Zum einen fallen die diesjährigen Ernten bei Weizen und Gerste in Deutschland und Europa sehr gut aus und erlauben eine Substitution des Mais in den Futterrationen. Zu anderen haben die exportorientierten Länder in Südosteuropa deutlich mehr Mais geerntet als im letzten Jahr. Dieser Mais kommt unter anderem aus Rumänien und Ungarn über die Donau nach Deutschland. Hinzu kommt noch eine Riesenernte in der Ukraine. Davon werden ebenfalls erhebliche Mengen auf den europäischen Markt drängen.
 
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