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Landessortenversuche

Diese Biogas-Maissorten brachten 2016 den höchsten Ertrag

Gudrun Zercher, joule
am
20.12.2016

Die verschiedenen Maissorten gedeihen je nach Standort unterschiedlich gut. Diese Biogas-Sorten brachten laut Landessortenversuche 2016 die höchsten Erträge.

Die Ergebnisse der Mais-Landessortenversuche 2016 der Landwirtschaftskammern Niedersachsen und NRW sowie der Landesanstalt für Landwirtschaft in Bayern (LfL) liegen vor. Untersucht wurden wieder frühe, mittelfrühe und späte Körner- sowie Silo- und Biogasmaissorten auf verschiedenen Standorten. Die Ergebnisse zeigen auch, welche Biogas-Maissorten 2016 in den verschiedenen Lagen die höchsten Erträge brachten.

Mais litt 2016 unter den Wetterkapriolen

"Wie kaum eine andere Kultur hatte der Mais unter den Wetterkapriolen 2016 zu leiden. Von sehr guten Erträgen, vornehmlich in östlichen Landesteilen und in den Höhenlagen bis hin zu Totalausfällen im Nordwesten, war in der Praxis alles zu finden", berichtet Norbert Erhardt von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Vor dem Hintergrund des diesjährig rasanten Abreifeverlaufs sei landesweit mit sehr hohen, vielfach zu hohen Trockenmassegehalten gehäckselt worden. Dies gelte leider auch für die Landessortenversuche mit Silomais.

Maisanbau: "Biogassorte muss zum Standort passen"

Der Maisexperte erläutert: "Der Gasertrag je Hektar wird maßgeblich durch den Trockenmasseertrag gesteuert. Die Landwirtschaftskammer NRW empfiehlt daher für die Nutzungsrichtung Biogas weiterhin die Silomaissorten, die die höchste Trockenmasseerträge erwarten lassen." Bezüglich der Maisabreife müsse auch die "Biogassorte" immer zum Standort passen, um mit sicheren Trockenmassegehalten von mindestens 30, besser 32 Prozent ernten zu können.

Ertrag einer Maissorte hängt von der Abreife ab

Es dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass das Ertragspotenzial einer Maissorte nur genutzt werden könne, wenn ein Mindestmaß an Abreife erreicht wird. Hohe Trockenmasseerträge würden nach wie vor maßgeblich über den Kolbenertrag realisiert. Erhardt: "Bei vergleichbaren Trockenmasseerträgen sollte immer der Sorte mit der höheren Energiedichte und einem Mindestmaß an Stärkekonzentration der Vorzug gegeben werden. Das höhere Trockenmasseertragspotenzial späterer Sorten sollte allenfalls in engem Rahmen (10 bis 20 Reifezahleinheiten) für den Energiemaisanbau genutzt werden."

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