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Mais

DMK: Mais-Anbaufläche leicht rückläufig

von , am
03.06.2013

Bonn - Die deutschen Landwirte haben 2013 weniger Mais ausgesät. Die gesamte Anbaufläche liegt voraussichtlich knapp über 2,5 Mio. ha. Besonders viel Mais werde in Niedersachsen und Bayern angebaut.

Das Umweltministerium plant ein Anbauverbot gentechnisch veränderter Pflanzen (GV0). © Mühlhausen/landpixel
Die Landwirte haben 2013 in Deutschland etwas weniger Mais ausgesät. Die gesamte Maisanbaufläche liegt voraussichtlich knapp über 2,5 Millionen Hektar (Mio. ha.). Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich beim Silomais ein leichter Rückgang um 0,2 Prozent auf 2,03 Mio. ha. Beim Körnermais ist ein Rückgang von 4,7 Prozent auf 501.400 Hektar (ha) zu verzeichnen. Das berichtet das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) unter Berufung auf erste Anbauschätzungen des Statistischen Bundesamtes.

2012 mehr Auswinterungsschäden

Nach Angaben des DMK lässt sich der leichte Rückgang darauf zurückführen, dass im letzten Jahr aufgrund von Auswinterungsschäden im Wintergetreide/Winterraps kurzfristig Mais nachgesät wurde, was zu einer höheren Maisfläche als ursprünglich geplant führte. Rund 80.000 ha Wintergetreide mussten 2012 aufgrund der witterungsbedingten Schäden umgebrochen werden und wurden großenteils mit Mais bestellt.
 
Dies lässt sich auch aus der länderspezifischen Betrachtung ablesen, denn die aktuell größeren Rückgänge beispielsweise in Hessen (minus 20 Prozent bei Silomais), Brandenburg (minus 28,1 Prozent bei Körnermais) und Sachsen (minus 48,5 Prozent bei Körnermais) entsprechen in etwa den Maisnachsaatflächen aus 2012 in den entsprechenden Regionen.

Niedersachsen und Bayern Spitzenreiter

Die Spitzenreiter 2013 sind unverändert Niedersachen und Bayern. Im Gegensatz zu Niedersachsen hat Bayern jedoch sowohl beim Silomais (plus 7,4 Prozent) wie auch beim Körnermais (plus 13 Prozent) zugelegt.
 
In Niedersachsen wachsen 495.100 ha (minus 3,8 Prozent) und in Bayern 431.900 ha (plus 7,4 Prozent) Silomais. In Nordrhein-Westfalen sind es 180.500 ha (minus 1,8 Prozent), in Schleswig-Holstein 179.500 ha (minus 0,7 Prozent) und in Brandenburg 161.100 ha (minus 2,2 Prozent).
 
Die größten Körnermaisgebiete einschließlich Corn-Cob-Mix liegen in Bayern mit 146.900 ha (plus 13 Prozent) und in Nordrhein-Westfalen mit 107.400 ha (minus ein Prozent).

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