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Mais

Europäische Maisernte wird größer

von , am
11.06.2013

Die Europäischen Landwirte könnten 2013 noch mehr Mais ernten als bisher erwartet. Davon geht die Europäische Kommission in ihrer aktuellen Ernteprognose aus.

Das Umweltministerium plant ein Anbauverbot gentechnisch veränderter Pflanzen (GV0). © Mühlhausen/landpixel
Die EU-Kommission hat die erwartet Erntemenge für die Europäische Union von 65,3 auf 66,2 Millionen Tonnen (Mio. t) nach oben. Die schwache Ernte des letzten Jahres würde damit um 14 Prozent übertroffen.

Die Zuwächse zur letzten Ernteprognose von April resultieren sowohl aus größeren Ernteschätzungen für einige Länder Südosteuropas als auch aus besseren Prognosen für Frankreich und Deutschland.

Erntemenge für Deutschland nach oben gesetzt

Für Deutschland wurde die erwartete Erntemenge um 0,2 auf 4,7 Millionen Tonnen nach oben gesetzt. Allerdings wird die sehr gute deutsche Vorjahresproduktion von 5,5 Millionen Tonnen damit nicht erreicht. 

Importe halbieren sich

Infolge des Produktionszuwachses geht der für das noch laufende Wirtschaftsjahr unverändert auf elf Millionen Tonnen geschätzte Maisimport auf 5,9 Mio. t zurück. Trotz dieses deutlichen Rückgangs der Einfuhren würde die EU damit auch im kommenden Jahr zu den großen Maisimporteuren der Welt gehören.
 
Trotz der deutlich größeren Produktion wird der Bedarf (69,5 Mio. t) nicht gedeckt. Lediglich 0,2 Mio. t der neuen Ernte fließen in den Aufbau der Endbestände.

Weniger Futtermais als im Vorjahr

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Der Einsatz von Mais in der in der Tierfütterung liegt in der Maiprognose der Kommission im kommenden Jahr bei 55,5 Mio. t und damit 0,4 Mio. t niedriger als im noch laufenden Jahr. Gleichzeitig erwartet die Kommission bei der Bioethanolherstellung eine leichte Zunahme.
 
Die Industrie soll nach der aktuellen Prognose 2013/14 rund 8,6 Mio. t Mais anstelle von 8,3 Mio. t verbrauchen und in den Ernährungssektor fließen 4,9 Mio. t anstelle 4,8 Mio. t Mais. Den Export erwartet die Kommission unverändert zur letzten Schätzung.
 

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