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Mais

Frankreich verbietet gv-Mais MON 810

von , am
19.03.2014

Paris - Um einem möglichen Anbau im Landessüden zuvorzukommen, hat die französische Regierung nun in einem Eilverfahren die Aussaat der gentechnisch veränderten (GV) Maissorte MON 810 untersagt.

© Mühlhausen/landpixel
Ein generelles Verbot für alle GV-Sorten soll folgen. Der Schritt wird mit Risiken für die Umwelt und der Gefahr von Resistenzbildungen begründet. Bereits vor einem Jahr hatte Frankreichs Oberster Gerichtshof ein bestehendes Anbauverbot für den umstrittenen Mais des US-Konzerns Monsanto gekippt. Das hält die sozialdemokratische Regierung in Paris jedoch nicht davon ab, ein generelles GV-Anbauverbot vorzubereiten. Allerdings stieß dieses auf Widerstand im Senat - Verzögerungen waren die Folge -, weshalb die Regierung nun ein Eilverfahren vorschaltete.

Frankreich will Spielraum für nationale Anbauverbote ausdehnen

MON 810 ist bisher der einzige in der EU für den Anbau zugelassene GV-Mais. In den Beratungen in Brüssel möchte Frankreich den Spielraum für nationale Anbauverbote deutlich ausdehnen. Die EU-Mitgliedstaaten sollen demnach frei entscheiden können, ob sie in der EU zugelassene GVO auf ihrem Gebiet genehmigen möchten oder nicht.
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