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Mais

Freie Bahn für MIR 162

von , am
01.10.2012

Brüssel - Der gegen Maiszünsler resistente GV-Mais MIR 162 steht kurz vor der Genehmigung für den Import als Futter- und Lebensmittel durch die Europäische Kommission.

Fünf Bundesländer eine einheitliche Regelung für den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen. © Mühlhausen/landpixel
Die Zulassung einer weiteren gentechnisch veränderten (GV) Maissorte in der Europäischen Union steht zur Genehmigung für den Import als Futter- und Lebensmittel. Die EU-Mitgliedstaaten überlassen die Sache wie üblich der EU-Kommission. Im Berufungsausschuss verfehlte der gegen Maiszünsler resistente GV-Mais MIR162 aus dem Hause Syngenta am Donnerstag in Brüssel die qualifizierte Mehrheit.

EU-Mitgliedstaaten lassen die Kommission entscheiden

Insgesamt stimmten die EU-Mitgliedstaaten über die Zulassung der GV-Maissorte MIR162 genau so wie zuvor im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit ab. Demnach sprachen sich 13 Länder für eine Zulassung aus, zehn dagegen und vier Staaten - darunter Deutschland und Frankreich - enthielten sich der Stimme. Nachdem sich nun die EU-Mitgliedstaaten nicht klar positionierten, muss die Kommission allein entscheiden.
 
Aller Voraussicht nach wird die EU-Behörde die Zulassung der Syngenta-Entwicklung MIR162 als Lebens- und Futtermittel sowie für den Import in den kommenden Wochen genehmigen. Der Anbau ist von der Zulassung bislang nicht betroffen. In den USA wird der GV-Mais hingegen bereits angebaut. Futtermittelimporteure warten schon auf eine Entscheidung, die das Risiko von Beanstandungen mindert.
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