Login
Mais

Frost im Mais: Stehenlassen contra häckseln

von , am
14.10.2015

Die vergangenen klaren Herbstnächte brachten den ersten Frost. Die Folgen sind an Silomaisbeständen schnell an abgefrorenen Blattspitzen an der Fahne sichtbar. Auf was es jetzt zu achten gilt, lesen Sie hier.

Bei Frostschaden im Mais nicht vorschnell handeln. © Cultivent
Durch die niedrigen Temperaturen von unter -1,0 °C gefrieren die Pflanzenzellen und sterben ab, schreiben die Maisexperten von KWS Cultivent in einer aktuellen Empfehlung. Nach dem Auftauen geben die Pflanzenzellen den Zellsaft ab. Das verringert die Energiedichte in diesen Pflanzenteilen, die Blätter werden hell und pergamentartig. Durch den Verlust an Zellsaft wird zudem die Silierfähigkeit erschwert.
 
Um Ertrag und Qualität auch bei frostgeschädigtem Mais sicherzustellen, sollte nicht vorschnell gehandelt werden, rät KWS Cultivent. Vielmehr bedürfe es einer genaueren Einschätzung der Bestände. Der Frostschaden kann von außen durch stärker geschädigte Pflanzen am Rand und abgestorbene Fahnenblätter deutlich schlimmer aussehen, als es bei genauerem Hinsehen im Bestand tatsächlich ist. Durch die hohe Menge an Biomasse in einem Maisbestand herrscht in den Flächen ein Mikroklima, sodass die Pflanzen nicht vollständig geschädigt wurden.

Blick in den Bestand werfen

Beim Blick in den Bestand sollten folgende Schlüsse gezogen werden:
  • Ist der Großteil des Blattapparates weiterhin vital, dann sollte der Bestand noch einige Tage stehen bleiben, um zusätzliche Stärkeeinlagerung und damit TS- und Qualitätszuwachs mitzunehmen.
  • Stellt sich bei genauerem Hinsehen heraus, dass ein ohnehin weitestgehend erntereifer Bestand komplett abgefroren ist, so muss zügig gehäckselt werden. Eine weitere Stärkeeinlagerung ist bei der abgestorbenen Pflanze nicht möglich.
  • Komplett abgestorbene Pflanzen sollten mit kurzer Häcksellänge geerntet werden, die Zugabe eines Silierhilfsmittels ist aufgrund fehlenden Zuckers im Saft der Restpflanze empfehlenswert. Zudem muss sehr sorgfältig verdichtet werden. 

Nach der Ernte ist vor der Ernte: Aussaat

Heiko ist ebenfalls draußen unterwegs. © Heiko Terno
Christoph schickte uns ein paar Bilder... © Christoph Kindschuh
Auch er ist auf den Äckern unterwegs. © Christoph Kindschuh
Seine Aufnahmen stammen aus Steinbrücken, einem Ortsteil von Nordhausen. © Christoph Kindschuh
Hier wird fleißig gearbeitet. © Christoph Kindschuh
Das ganze Jahr über gibt es etwas zu tun. Auch jetzt, im Spätsommer. © Christoph Kindschuh
Jan ist ebenfalls mit seinen Maschinen unterwegs. © Jan Bräutigam
Jonas arbeitet bis spät in die Nacht... © Jonas Dorner
...denn die anstehenden Aufgaben müssen schließlich erledigt werden. © Jonas Dorner
Martin ist schon früh unterwegs... © Martin Höltke
...er meint "Der frühe Vogel fängt den Wurm!". © Martin Höltke
Nico Künzel ist im Leipziger Land mit der Weizenaussaat beschäftigt. © Nico Künzel
Bernhard schickt uns ein Bild von der Winterweizen-Aussaat im Starnberger Land. © Bernhard Neumüller
Und das "Arbeitstier" von Tim scharrt auch schon mit den Hufen. © Tim Karl
Auch interessant