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Mais

Aus für Vorschriften zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers

© landpixel
von , am
22.05.2014

Der Westliche Maiswurzelbohrer gilt EU-weit nicht mehr als Quarantäneschädling. Deswegen hebt das Landwirtschaftsministerium die Verordnung zur Bekämpfung des Käfers jetzt auf.

Maiswurzelbohrer: Im Spätsommer legen die Weibchen ca. 500 Eier in die obere Bodenschicht ab. © Landwirtschaftskammer NRW
Das Bundeslandwirtschaftsministerium will die Verordnung zur Bekämpfung des Westlichen Maiswurzelbohrers dauerhaft aufheben. Bislang war dies lediglich in Form einer Eilverordnung geregelt.
 
Das Ressort zieht damit die Konsequenzen aus der Entscheidung der EU-Kommission von Ende letzten Jahres, den Maiswurzelbohrer nicht mehr als Quarantäneschadorganismus einzustufen.

Meldepflicht für Landwirt entfällt

In den Mitgliedstaaten können damit obligatorische Bekämpfungsmaßnahmen einschließlich der Einhaltung einer Fruchtfolge in Befalls- und Sicherheitszonen entfallen. Die Bekämpfung richtet sich jetzt nach den allgemeinen Bestimmungen des Pflanzenschutzgesetzes. Dazu zählen die Regeln über die gute fachliche Praxis einschließlich der allgemeinen Grundsätze des integrierten Pflanzenschutzes.
 
In Einzelfällen können die Länder Maßnahmen ergreifen. Für die zuständigen Behörden entfällt mit der Aufhebungsverordnung die Pflicht zu den besonderen Untersuchungen über ein Auftreten des Westlichen Maiswurzelbohrers. Die Kontrolle erfolgt nunmehr im Rahmen der allgemeinen Überwachung des Auftretens von Schadorganismen. Für Landwirte gilt nicht mehr die Meldepflicht beim Auftreten des Maiswurzelbohrers.

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