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Züchtung

Fusion: Euralis und Caussade heißen jetzt Lidea

aufgebrochener Maiskolben in der Hand
am Dienstag, 01.09.2020 - 17:45 (Jetzt kommentieren)

Die zwei französischen Züchter haben sich zusammengetan. Dass sie alleine nicht mehr können, war schon länger klar. Erst zum Arbeitsbeginn am 1.9. wurde der Name bekanntgegeben: Lidea.

Das neue Züchtungsunternehmen Lidea

Ende Juni hatte agrarheute zuletzt über die geplante Fusion zwischen den beiden französischen Züchterhäusern Euralis Semences und Caussade Semences berichtet.

Über einen Zusammenschluss wurde schon seit Sommer 2019 mehr oder weniger offen gesprochen. Seit 1. September 2020 ist der Zusammenschluss vollzogen, das neue Unternehmen heißt "Lidea" und auch die Führungsriege steht nun fest:

Präsident des Verwaltungsrats von Lidea ist Pierre Pages. Er ist außerdem Vizepräsident von Euralis und Landwirt aus dem französischen Viella mit Schwerpunkt Mais- und Getreidesaatvermehrung.

Pierre Flye Sainte-Marie ist CEO des neuen Unternehmens. Seit 2019 war er CEO der Caussade Group, zuvor in leitender Funktion bei Corteva und Dow Agrosciences.

Mit der Fusion verschwinden beide Firmen aber nicht vollständig. Euralis und Caussade sollen als Vertriebsmarken weiter erhalten bleiben. Außerdem bleibt auch die Dachorganisation der Euralis Group bestehen.

„Kritische Größe für einen hart umkämpften Markt“

Mit dem Zusammenschluss zu Lidea wollen beide Züchter in einem hart umkämpften Geschäft „mit einer besseren geografischen Abdeckung eine gewisse kritische Größe erreichen“, sagt CEO Sainte-Marie. Beide Fusionspartner haben genossenschaftliche Wurzeln in Südfrankreich.

Das neue Unternehmen gibt sich betont „modern, international und kreativ“. So auch die Unterzeile „Fresh ideas for Agriculture“ (frische Ideen für die Landwirtschaft).

Schwerpunkt bleibt beim Mais

Der züchterische Schwerpunkt des Unternehmens liegt im Mais, daneben bei Sonnenblumen, Raps, Getreide, Zwischenfrüchten, bei Soja, Sorghum und Hülsenfrüchten.

Lidea will 2.000 Mitarbeiter in acht Produktionsstätten in Frankreich, Rumänien, Spanien, der Ukraine und in Russland beschäftigen. 350 Mio. Euro beträgt der avisierte Jahresumsatz. 17 Zuchtstationen gehören zum neuen Züchtungsunternehmen.

Die Saatgutsparte der Euralis-Gruppe hat bislang 210 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet, Caussade rund 140 Mio. Euro.

Was mit den deutschen Geschäftsstellen in Hamburg (Caussade) und dem benachbarten Norderstedt (Euralis) passiert, ist noch nicht bekannt.

Mit Material von Euralis
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