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Düngeverordnung

Gülle auf Maisstoppeln: Schwarze Schafe auf Umweltsünden hinweisen

Mais-Güllefahren
am Mittwoch, 04.12.2019 - 10:09 (1 Kommentar)

Verstöße gegen das Düngerecht schaden der Branche und der Umwelt. Der schleswig-holsteinische Bauernverbandspräsident kritisiert Umweltsünden scharf. Er fordert Berufskollegen auf, schwarze Schafe gezielt anzusprechen.

„Wer als Landwirt und damit Fachmann solches Fehlverhalten beobachtet, sollte den Berufskollegen darauf anzusprechen und ihm sein branchenschädigendes Verhalten deutlich machen“, sagt Werner Schwarz, Präsident des Bauernverbands Schleswig-Holstein.

Er kritisiert Einzelfälle von Verstößen gegen das Düngerecht. So sei bedauerlicherweise festzustellen, dass einzelne Landwirte die Vorgaben der geltenden Düngeverordnung in grober Weise missachten, etwa dadurch, dass sie zum Beispiel Gülle auf abgeerntete Maisflächen ausbrächten.

Unsolidarisches Verhalten anprangern

Das sei nicht nur rechtswidrig und rücksichtslos gegenüber der Umwelt, sondern „in höchstem Maße unsolidarisch“ gegenüber den Berufskollegen. Damit verschaffe man sich einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil gegenüber der großen Mehrheit der Berufskollegen.

Wer alle Vorschriften und Bestimmungen genau einhalten will, muss zumeist in den Bau von Güllebehältern investieren. Das verschlingt in aller Regel erhebliche Kosten. Auch  für die Abgabe von Gülle an andere Betriebe müssen Landwirte immer tiefer in die Tasche greifen.

Berufskollegen nicht in den Rücken fallen

Ein Fehlverhalten auch in Einzelfällen falle Berufskollegen in den Rücken, die gerade gegen weitere Verschärfungen des Düngerechts kämpfen, prangert Schwarz an: „Wir wehren uns gegen die zum Teil überzogenen Vorwürfe gegenüber der Landwirtschaft, aber durch solche Aktionen entziehen wir uns dann in dieser Diskussion die Glaubwürdigkeit.“

Zwar seien es nur Einzelfälle, so der Verbandspräsident, aber solche Aktionen, die das genaue Gegenteil von guter Landwirtschaft sind, zeichneten ein verheerendes Bild. Schwarz: „Wir überlegen schon lange wie wir gegen das Phänomen der schwarzen Schafe in der Landwirtschaft vorgehen. Allgemeine Hinweise und Appelle reichen offenbar nicht.“. Darum fordert er die gezielte Ansprache von Umweltsündern.

Mit Material von Bauern.SH, bvsh
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