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GVO: Acht von 503 Partien Saatgut verunreinigt

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von , am
04.04.2014

Bonn - In acht von 503 behördlichen Untersuchungen von Maissaatgut sind dieses Jahr Spuren von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) gefunden worden. Zwei weniger als noch 2013.

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Im Rahmen der diesjährigen behördlichen Überprüfung von Maissaatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile wurden in acht Partien geringste GVO-Spuren nachgewiesen. Die betroffenen Partien wurden aus dem Verkehr gezogen, wie der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) mitteilt.
 
Untersucht wurden dieses Jahr insgesamt 503 Maissaatgutpartien. Die acht Saatgutpartien, die mit Bestandteilen von gentechnisch veränderten Organismen verunreinigt waren, haben die Züchter vom Markt genommen.
 
Nach Angaben des BDP lagen die nachgewiesenen GVO-Anteile alle unterhalb der technischen Nachweisgrenze von 0,1 Prozent.
 

Jedes Jahr weniger Verunreinigungen

Jedes Jahr werden bei den Saatgutkontrollen weniger Verunreingungen festgestellt. 2013 beispielsweise waren zwei Prozent des Maissaatgutes verunreinigt - 0,6 Prozent weniger als 2012.
Bei Rapssaatgut waren vergangenens Jahr sogar gar keine Verunreinigungen im Saatgut festgestellt worden.

BDP beharrt auf 'technischer Lösung'

Dennoch fordert der Pflanzenzüchterverband nach wie vor die so genannte "technische Lösung" für den Umgang mit GVO-Spuren im Saatgut. "Eine absolute GVO-Freiheit in einer Welt, in der gentechnisch veränderte Pflanzen außerhalb wie innerhalb Europas im Anbau und der Verarbeitung eine beträchtliche Bedeutung haben, sind illusorisch", meint Carl-Stephan Schäfer, Geschäftsführer des BDP. Um den Nachweis zu erbringen, dass eine Saatgutpartie absolut frei von GVO-Spuren ist, müsse theoretisch jedes einzelne Saatkorn untersucht und damit für die Aussaat unbrauchbar gemacht werden. 
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