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Mais

Bei Herbiziden im Mais jetzt nichts überstürzen

von , am
05.06.2013

Mais muss nach dem vielen Regen mit Samthandschuhen angefasst werden. Er braucht jetzt erst einmal warme Temperaturen und abtrockende Böden.

Der anhaltende Regen führt zu staunassen Böden und schlecht wachsendem Mais. In einigen Regionen hat der Mais bereits das vier- bis sechs-Blatt-Stadium erreicht. Der Mais benötigt jetzt warme Temperaturen und Strahlung, um sich zu erholen.
 
Die aktuelle Witterung ist für eine Herbizidmaßnahme eher ungünstig. Solange der Mais keine Wachsschicht gebildet hat und nicht voll durchgegrünt ist, sollten keine "belastenden" Herbizide gespritzt werden.

Erst Wachsschicht, dann Herbizid

Für die Ausbildung der Wachsschicht bedarf es ein bis zwei sonnige Tage. Bestimmte Herbizide wie
  • Brenner: Bromoxynil
  • Bleacher (Karotin-Synthese-Hemmer): Mesotrione, Tempotrione etc.
  • Terbuthylazin (Photosynthese-Hemmer)
  • Metolachlor (Zellwachstums-Hemmer)
  • Sulfonylharnstoffe
belasten den Stoffwechsel der Maispflanze sehr.

Staunässe führt zu Nährstoffmangel

Nicht nur Herbizide, sondern auch Sauerstoffmangel aufgrund von Staunässe können junge Maispflanzen stark beeinträchtigen. Die Folgen sind verringertes Wachstum der Pflanze und Wurzel bis hin zum Absterben (bei Staunässe nach etwa vier Tagen).
 
Die Nährstoffaufnahme ist eingeschränkt und es können Mangelsymptome auftreten. Nach hohen Niederschlägen können Nährstoffe aus dem Oberboden auswaschen. Das führt beispielsweise zu geringen Nitrat-, Kalium-, Bor- oder Schwefelgehalten.
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