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Mais

Hüfthöhe bis Fahnenschieben: Mais steht sehr heterogen

© Tobias Marx/aboutpixel
von , am
31.07.2015

Die Schwankungsbreite in der Entwicklung der Maisbestände ist enorm. Manche Pflanzen sind gerade einmal hüfthoch. Andere schießen schon über die 2-Meter-Marke und haben die Fahnen längst geschoben.

In einigen Regionen Deutschlands sichert in diesem Jahr nur die Beregung einen guten Maisertrag. © Mühlhausen/landpixel
Wie das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) berichtet, sprechen die Experten in den Bundesländern durchweg von sehr großen Unterschieden auf den Maisfeldern. Daher sei in diesem Jahr nicht von einer rekordverdächtigen Ernte wie im Vorjahr auszugehen. Die Fachleute erwarten in den meisten Regionen eher ein bestenfalls normales Erntejahr für den Silomais.
 
In etlichen Ländern wie beispielsweise in Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern gehen die Experten auch davon aus, dass es vermutlich zu einer etwas späteren Ernte kommen dürfte, da die Blüte meist später als in den Vorjahren erfolgt. Die Verzögerung gehe vor allem auf die trockenen Wochen im Frühjahr zurück. In manchen Regionen Thüringens gab es von Ostern bis Ende Juni kaum pflanzenwirksame Niederschläge. Betroffen seien insbesondere das Erfurter Becken und Flächen in Südthüringen. In Ostthüringen hingegen stehe der Mais durchweg gut. Diese Differenzierungen ziehen sich durch alle Regionen, manchmal trennen sehr gute und eher unterdurchschnittliche Bestände nur wenige Kilometer.

Juli lässt den Mais vielerorts aufholen

Vielfach holte der Mais den Entwicklungsrückstand aus dem Mai und Juni wieder auf, berichtet das DMK weiter. Die guten und oft gleichmäßigen Niederschläge im Juli nutzten die Pflanzen zu einem enormen Wachstumsschub, etwa in Niedersachsen. Vereinzelt führten die Niederschläge aber auch zu Hagelschäden, Sommerlager und Green Snapping. In Bayern stehe der Silomais insgesamt nicht gut. In den nördlichen Regionen gab es zu wenige Niederschläge, so dass etliche Flächen vertrockneten und zum Teil schon frühzeitig geerntet werden dürften. Südlich der Donau hingegen fiel örtlich sogar zu viel Niederschlag. 

Kommende Wochen für den Ertrag entscheidend

Die witterungsbedingten Schwierigkeiten überlagerten in diesem Jahr alle anderen Aspekte, ergänzt das DMK. Krankheiten kamen angesichts der Trockenheit nicht so zum Zug, auch bei den Schädlingen zeichnen sich keine neuen Entwicklungen ab.
 
Die Ernteaussichten lassen sich bedingt durch den heterogenen Entwicklungsstand derzeit nur schwer abschätzen. Entscheidend für den Ertrag sei die Entwicklung der Pflanzen in den kommenden Wochen.
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