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Mais

IGC: Dramatische Korrektur für die Maisernte

von , am
27.07.2012

Berlin - Die Prognose für die weltweite Maisernte hat sich komplett gedreht. Sprach man Anfang Juni von einer Rekordernte brechen jetzt die Schätzungen dramatisch ein.

Die anhaltende Trockenheit setzt dem Mais zu. © Mühlhausen/landpixel
Innerhalb von drei Wochen hat sich das Bild hinsichtlich der Maisernte komplett gedreht. Ging der Internationale Getreiderat (IGC) Anfang Juni noch von einer Rekordernte beim Mais aus, wurden nun die Ernteprognosen deutlich nach unten korrigiert. Der IGC rechnet  mit 864 Millionen Tonnen. Anfang Juni waren es noch 917 Mio. t. Das ist ein Rückgang von fast sechs Prozent oder 53 Mio. t.
Damit verschärft sich die Situation an den Märkten. Die weltweite Verfügbarkeit von Mais fällt dramatisch auf den niedrigsten Stand seit sechs Jahren. Schuld ist die extreme Dürre in den USA . Der IGC korrigiert die Maisernte der amerikanischen Landwirte um 50 Mio. t auf nun 300 Mio t. nach unten.

Hohe Preise, geringe Nachfrage

Neben der Produktion wurde auch der weltweite Verbrauch nach unten korrigiert. Der Rekordwert von Anfang Juni mit 910 Mio. t. wurde jetzt auf 878 Mio.t. geschätzt. Aufgrund der angespannten Preissituation geht der IGC von einem Rückgang der Nachfrage seitens der Industrie für die Ethanolherstellung aus. Und auch die Nachfrage nach Futter, die Anfang Juni noch mit einer Steigerung von sechs Prozent beziffert wurde, ist aufgrund des Maispreises unsicher. Insgesamt prognostiziert der  IGC eine Nachfragesteigerung von gerade mal noch einem Prozent.
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