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Mais

IGC: Maisernte noch größer, Preise fallen nicht weiter

© H.D.Volz/Fotolia.com
von , am
28.06.2014

Um weitere acht Millionen Tonnen hat der Internationale Getreiderat (IGC) die globale Maisernte in seiner jüngsten Schätzung nach oben korrigiert. Für die EU rechnet man weiter mit 65,8 Millionen Tonnen Mais.

Die ersten Maisflächen wurden schon gehäckselt. Ergebnisse lassen noch auf sich warten. © Mühlhausen/landpixel
Die nächste globale Maisernte wird wohl fast so riesig wie im letzten Jahr. Das bestätigt Ende Juni der Internationale Getreiderat (IGC) in seiner aktuellen Ernteprognose. Dabei hat der IGC seine Ernteschätzung im Vergleich zur Mai-Prognose nochmals um knapp acht Millionen Tonnen (Mio. t) nach oben korrigiert.
 
Im Vergleich zur Rekordernte aus dem Vorjahr sehen die IGC-Analysten die globale Produktion nur noch ein Prozent kleiner.
 
Trotz der kräftigen Aufwärtskorrektur bleibt der IGC aber immer noch 18 Mio. t unter den Erwartungen des US-Landwirtschaftsministeriums, das die globale Maisernte auf 981 Mio. t veranschlagt. Dieser Unterschied hat allerdings auch methodische Gründe, nämlich in der zeitlichen Zuordnung der südamerikanischen Ernte. Gleichwohl führt die Riesenernte auch nach der Einschätzung des IGC zu einem weiteren kräftigen Anwachsen der globalen Bestände sowie einem neuen Rekord beim Maisverbrauch.

EU: Getreiderat rechnet mit 65,8 Millionen Tonnen

Für die Europäische Union rechnet der IGC unverändert mit einer Erntemenge von 65,8 Mio. t nach 64,5 Mio. t im Vorjahr und schätzt die Ernte damit auf ähnlichem Niveau wie das USDA (65,2 Mio. t).
 
Den europäischen Import sieht der IGC wegen der etwas größeren Ernte von dem aktuellen Rekordwert von 13,5 Mio. t auf 10,3 Mio. t (Mai: 9,5 Mio. t) schrumpfen. Das USDA hält weiterhin Importe von 13,0 Mio. t für wahrscheinlich.

Exportpreise in den USA und Südamerika ähnlich hoch

Die Maispreise scheinen sich nach einem kräftigen Rückgang von Mai bis Juni allmählich zu stabilisieren. In den USA sind sie von Anfang Mai bis Ende Juni um 15 % zurückgegangen. In Europa haben die Kurse nach einem Zwischenhoch Ende Mai bis Ende Juni um etwa fünf Prozent nachgegeben.
 
In Europa lagen die Maispreise Ende Juni am Terminmarkt bei knapp 174 Euro (Augustkontrakt) und für den November auf dem gleichen Niveau . Die Exportpreise für US-Mais lagen zum Monatswechsel am US-Golf bei 154 Euro/t für den Juli. An den brasilianischen Exporthäfen kostete Mais zur Verladung im Juli rund 151 Euro und in Argentinien wurden Exportpreise von rund 148 Euro genannt.

Viele weitere Infos zur aktuellen Ernte finden Sie in unseren Themendossiers Ernte weltweit und Ernte Deutschland.
 

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