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Pflanzenbau-Ratgeber

Die Kälte lässt den Mais im Boden liegen

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
26.04.2016

Durch die Kälte bleibt der gedrillte Mais jetzt erstmal im Boden liegen. Deshalb verschiebt sich auch die Herbzidbehandlung. Wie geht es mit dem Wetter weiter?

Aufgrund der Kälte wird der in der letzten Woche gedrillte Mais zunächst nur im Boden liegen, schreibt die LWK Nordrhein-Westfalen in ihrem aktuellen Pflanzenbau-Ratgeber. Deshalb sollten Herbizidbehandlungen noch geschoben werden bis wärmeres Wetter in Sicht ist und der Mais nach der Behandlung zügig wächst.

Bei Bodenfeuchte könne im Vorlauflauf dann mit beispielsweise 2,5 l/ha Gardo Gold gearbeitet werden, schreibt die Landwirtschaftskammer weiter. Im frühen Nachauflauf bis zum 2‐Blattstadium des Maises sollten 0,5 l/ha Sulcogan zugemischt werden. Auf Standorten mit Finger- und oder Borstenhirse ist Sulcogan durch 1 l/ha Laudis zu ersetzen. Hier können dann auch die geeigneten Packkombinationen mit halber Menge zum Einsatz kommen.

Die zweite Behandlung stehe dann zum 6‐Blattstadium des Maises an. Ist der Unkrautdruck gering reiche eine Behandlung zum 3‐4‐Blattstadium der Pflanzen.

Wie das Wetter in den nächsten Tagen bei Ihnen wird, erfahren Sie detailliert hier.

Aktuelle Wetterlage: Unbeständig und äußerst kühl

Nach angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zieht ein Tief bis Mittwoch von der Deutschen Bucht über Norddeutschland hinweg in Richtung westliche Ostsee. Es lenkt kalte Meeresluft polaren Ursprungs nach Deutschland, die auch weiterhin für einen unbeständigen und äußerst kühlen Witterungsabschnitt sorgt.

Heute kommt es im Süden zu teils länger andauernder Niederschlägen, die anfangs zum Teil bis in tiefe Lagen als Schnee oder Schneeregen fallen und vereinzelt von Blitz und Donner begleitet sein können. Später steigt die Schneefallgrenze auf 400 bis 800 m, im äußersten Süden bis 1.000 m. Dabei kommen 1 bis 5 cm, in einigen Staulagen bis oder um 10 cm Neuschnee zusammen.

Auch im äußersten Osten fällt anfangs noch Regen oder Schneeregen, der aber allmählich nach Polen und Tschechien abzieht. Gleichzeitig breiten sich von Nordwesten zahlreiche Regen-, Graupel- und Schneeschauer ost-südostwärts aus. Die Schneefallgrenze pendelt sich zwischen 300 und 600 m ein, wo sich eine dünne Schneedecke ausbilden kann. Allerdings kann es auch in tieferen Lagen kurzzeitig mal glatt werden durch Schneematsch oder Graupel.

Der südwestliche bis westliche Wind frischt vor allem in der Mitte und in Teilen Süddeutschlands (vornehmlich südlich der Donau) sowie bei kräftigen Schauern auf mit steifen bis stürmischen Böen 7 bis 8 Bft. Im Bergland gibt es Sturmböen 8 bis 9 Bft, in exponierten Kamm- und Gipfellagen des Schwarzwalds und der Alpen sogar schwere Sturmböen 10 Bft.

Schauerartige Niederschläge in der Nacht zum Mittwoch

In der Nacht zum Mittwoch kommt es vor allem im Westen und Nordwesten sowie südlich der Donau zu weiteren, häufig schauerartigen Niederschlägen. Die Schneefallgrenze schwankt zwischen 200 und 600 m, bei kräftigeren Schauern kann es aber auch mal bis in tiefe Lagen kurzzeitig schneien und glatt werden. Im Bergland fallen 1 bis 5 cm Neuschnee, in Staulagen auch mehr. An den Alpen können in höher gelegenen Staulagen auch über 10 cm Neuschnee zusammenkommen.

In den übrigen Gebieten klingen die Schauer ab und die Wolken lockern gebietsweise auf. Dabei sinkt die Temperatur bis in Gefrierpunktnähe oder in den leichten Frostbereich zwischen 0 und -4 Grad. Stellenweise wird es glatt durch gefrierende Nässe. Der westliche Wind nimmt allgemein ab. Besonders in den mittleren Landesteilen gibt es aber noch einzelne Böen der Stärke 7 Bft und auch im höheren Bergland bleibt es stark windig bis stürmisch.

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