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Mais

Kein Zusammenhang zwischen Maisdichte und Maiszünsler

von , am
03.08.2015

In Regionen mit einem hohen Maisanteil steigt der Befall mit Maiszünsler nicht zwangsläufig. Eine Untersuchung des Julius-Kühn-Instituts ergab sogar gegenteilige Ergebnisse.

Das Monitorung von Dupont zeigt, in welchen Regionen der Maiszünsler aktiv ist. © landpixel
Laut einer Untersuchung des Julius-Kühn-Institutes (JKI) und der Pflanzenschutzdienste der Länder im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) konnte ein vermuteter Zusammenhang zwischen Maisanbaukonzentration und Maiszünslerbefall nicht nachgewiesen werden. Sogar im Gegenteil: Die Daten ergaben, dass die Anbaukonzentration von Mais umso geringer sei, je stärker der Befall durch das Insekt ausfalle. Bei der Bewertung müsse allerdings berücksichtigt werden, dass der Maiszünsler in den nördlichen Regionen mit hohem Maisanteil noch gar nicht angekommen sei.
 
Andererseits werde dessen Ausbreitung den Untersuchungen des JKI zufolge in den klassischen Befallsgebieten durch die permanenten vorbeugenden Gegenmaßnahmen in Grenzen gehalten, so dass der Effekt der engen Fruchtfolge überlagert werde.
 

Maiszünsler breitet sich nach Norden aus

Die Untersuchung hat nach Angaben des Deutschen Maiskomitees auch ergeben, dass sich der Maiszünsler nach und nach vom Süden aus in Richtung Nordosten ausbreitet. Bis zum Jahr 2013 sei er in rund 90 Prozent aller Landkreise vorgekommen. Der  Anteil stark befallener Gebiete habe von Jahr zu Jahr geschwankt und keine Zunahme erkennen lassen.
 
Untersucht wurden laut DMK das Auftreten des Schädlings und die verschiedenen Bekämpfungsverfahren in den Jahren 2009 bis 2013 auf Grundlage der Daten aus 243 Landkreisen, in denen der Maiszünsler 2010 nachweislich vorkam.
 
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