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Maisanbau

Landwirte bauen 2016 mehr Silomais an

DMK/Katharina Krenn/agrarheute
am
14.04.2016

Dieses Jahr werden die deutschen Bauern etwa 2,55 Millionen Hektar Mais anbauen. Das ist ungefähr so viel wie 2015. Allerdings verschieben sich die Anteile der Verwertungsrichtungen.

Die Anbaufläche für Mais in Deutschland wird sich 2016 gegenüber dem Vorjahr kaum verändern. Davon geht das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) unter Bezugnahme auf eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Kleffmann Group aus.

Im Auftrag des DMK befragten die Marktforscher mehr als 2.000 Maisanbauer nach ihren Aussaatplänen für 2016. Demnach bleibt die Gesamtanbaufläche von Mais stabil bei 2,55 Mio. ha.

Maissilos sind leer

Der Anbau von Silomais wird in den meisten Bundesländern leicht ausgedehnt. Ein Grund dafür dürfte sein, dass nach der schlechten Ernte 2015 in fast allen Landesteilen außer im Norden und Nordwesten die Maissilos sowohl zur Fütterung als auch zum Einsatz in Biogasanlagen wieder aufgefüllt werden müssen.

Der Anteil des Energiemaisanbaus erhöht sich dabei leicht auf 37 Prozent der Gesamtmaisanbaufläche.

Weniger Körnermais wegen Maispreis

Demgegenüber wird der Körnermaisanbau in allen Bundesländern mit Ausnahme von Baden-Württemberg reduziert, sodass gegenüber 2015 (455.500 ha) voraussichtlich knapp 50.000 ha weniger ausgesät werden. Neben der Notwendigkeit, die Versorgungsgrundlage mit Silomais abzusichern, können als weitere Gründe dafür der negative Preistrend bei Körnermais und auch die regional schwierigen Ernte- und Ertragsbedingungen 2015 angeführt werden.

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