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Mais

Los geht's: Die Maisaussaat beginnt

© landpixel
von , am
23.04.2012

Jetzt ist es Zeit für die Maisaussaat. Die Temperatur passt, Probleme gibt es einigen Regionen mit der Bodenfeuchte. Die Ablagetiefe sollte deshalb nicht zu flach ausfallen.

Nach gültiger EU-Richtlinie im Maisanbau in Ökobetrieben darf jetzt nur noch ökologisch produziertes Saatgut ausgesät werden. © landpixel
In vielen Regionen Deutschlands kann in diesen Tagen die Maisaussaat beginnen: Die Bodentemperatur liegt oberhalb von 10°C in der Bodenschicht bis 60 cm (sandiger Lehm). Demgegenüber werden in den Höhenlagen bis 8°C gemessen, während im kontinental geprägten Klima in den östlichen Bundesländern schon Werte bis 14°C registriert wurden.
 
Doch in den letzten zwei Monaten hat es deutlich zu wenig geregnet, berichtet das Deutsche Maiskomitee (DMK). Die nutzbare Feldkapazität (nFK) beträgt nach den Berechnungen der Agrarmeteorologischen Forschungsstelle des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in weiten Teilen Deutschlands rund 65 Prozent. Nur im Süden und an der Küste können Werte von 80-95 Prozent nFK beobachtet werden.
 
In der nächsten Woche ist regional mit geringen Niederschlagsmengen zu rechnen. Deswegen sollte die Ablagetiefe nicht zu flach gewählt und der Bodenfeuchte angepasst werden, rät das DMK.
Um dem Mais von Anfang an gute Bedingungen zu bieten, sollte das Saatgut im feuchten Bodenhorizont abgelegt werden. So dürften sich in diesem Jahr, je nach Standort, Saattiefen von fünf bis sieben Zentimetern ergeben.

Februar/März: Plus von 0,1 Prozent erwartet

Geht es nach den ursprünglichen Planungen der Landwirte, wird der Maisanbau in Deutschland in diesem Jahr nur geringfügig zunehmen. Im Auftrag des DMK hat das Marktforschungsunternehmen Kleffmann Group im Februar und März eine repräsentativen Umfrage durchgeführt. Den Ergebnissen zufolge beabsichtigten die heimischen Landwirte damals, zur Ernte 2012 auf 2,518 Millionen Hektar Mais auszusäen. Verglichen mit der vom Statistischen Bundesamt im März veröffentlichten endgültigen Anbauzahl für 2011 wäre dies dem DMK zufolge nur ein Plus von 0,1 Prozent.
 

Auswinterungsschäden: Plus von drei Prozent möglich

Aufgrund der derzeit noch unsicheren Anbauplanung für Sommergetreide und der unklaren Umbruchsituation müsse jedoch davon ausgegangen werden, dass die ursprüngliche Flächenplanung noch Veränderungen unterliege, vermutet das Maiskomitee.
 
Nach Schätzungen der Kleffmann Group könnte sich daraus für Mais eine zusätzliche Fläche von 80.000 Hektar ergeben, was dann eine Ausdehnung um mehr als drei Prozent bedeuten würde.

Anbaupläne varrieren zwischen den Bundesländern stark

Deutliche Unterschiede zeigten sich bei den Anbauplanungen der Maiserzeuger laut DMK zwischen den einzelnen Bundesländern und Regionen. Insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt seien deutliche Reduzierungen der Maisfläche geplant gewesen, während weitere Zuwächse in
  • Niedersachsen,
  • Bayern und in
  • Rheinland-Pfalz beziehungsweise dem
  • Saarland
laut Befragung zu erwarten seien.
 
Wie diese zudem ergeben habe, sollten 49 Prozent der Maisanbaufläche Deutschlands zur Produktion von Silomais als Futtermittel verwendet werden, ein Drittel als Biogassubstrat, 15 Prozent als Körnermais oder Corn Cob Mix (CCM) und jeweils zwei Prozent für eine sonstige oder noch unklare Nutzung, so das DMK.
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