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Mais

Mais: Diese Nährstoffe fehlen oft

© Mühlhausen/landpixel
von , am
16.06.2015

Ist der Standort nicht optimal, mangelt es den Kulturpflanzen oft an den richtigen Nährstoffen. Mais weist häufig ein Defizit an Kalium auf. Was ihm noch fehlt, zeigt das Ergebnis einer Pflanzenanalyse.

Die weltweite Maisernte wird 2017/18 um fast 30 Mio. t geringer ausfallen als benötigt wrid. © landpixel
Je nach Standort und Witterung sind die Nährstoffe im Boden für viele Kulturpflanzen oft nicht ausreichend.
 
Eine Pflanzenanalyse über die Nährstoffversorgung der Bestände 2014 zeigte, dass es dem Mais häufig an den Nährstoffen Kalium, Magnesium und Bormangelt. Das Ergebnis präsentierte effizientduengen.de in ihrem aktuellen Newsletter.

Kalium

© effizientdüngen.de
Besonders auffällig sind die 58 Prozent aller Proben mit niedrigen Kalium-Gehalten. Die Verfügbarkeit ist abhängig von der Bodenart. Auf leichten Böden kann es beispielsweise zu einer erhöhten Auswaschung von Kalium kommen. Der Bodenvorrat sollte der Gehaltsklasse C entsprechen, so dass eine ausreichende Kalium-Konzentration in der Bodenlösung möglich ist.
 
Kalium hilft der Pflanze, den Wasserhaushalt zu regulieren und die Zellwände zu festigen. Ein Kalium-Defizit in der Pflanze kann zu einer gestörten Wasserversorgung oder erhöhten Krankheitsanfälligkeit führen und damit auch zu Ertrags-Verlusten.

Magnesium, Bor und Zink

  • Rund 53 Prozent der Mais-Proben hatten eineMagnesium-Unterversorgung. In sandigen Böden wird Magnesium ebenfalls leicht verlagert. Magnesium ist ein zentraler Baustein des Chlorophylls und somit unentbehrlich für die Photosynthese. Bei starkem Mangel zeigen sich Streifenchlorosen an den Blättern.

  • Auch die Bor-Versorgung war bei über 40 Prozent der Proben zu gering, bei zirka 16 Prozent lag sogar ein starker Mangel vor.

  • Fast jede vierte Probe hatte außerdem ein Zink-Defizit.

Blattdüngung verbessert die Nährstoff-Versorgung

Ein Mangel kann in den meisten Fällen noch rechtzeitig behoben werden. Bei Kalium und Magnesium sollte aufgrund des hohen Bedarfs der Mais-Pflanzen auf eine ausreichende Verfügbarkeit im Boden geachtet werden. Ein Kalium-Defizit kann zudem nur sehr unzureichend über das Blatt behoben werden. Bei Magnesium-Mangel besteht die Möglichkeit die Versorgung über eine Blattdüngung zu verbessern.
 
Auch Mangan, Bor und Zink sowie Phosphat können über eine Blattdüngung schnell ergänzt werden. Die Blattdüngung ist umso wirksamer und effizienter je früher sie appliziert wird. Da der Zink- und Bor-Bedarf bei Mais in der Kolbenfüllungs-Phase recht hoch ist, ist hier eine zusätzliche späte Behandlung empfehlenswert.
 
 
Pflanzenproben können beispielsweise mittels Yara Megalab gemacht werden. Dafür werden die oberirdischen Pflanzenteile in ein Labor geschickt und dort auf ihren Nährstoff-Gehalt untersucht. Die Pflanzenanalysen können Sie unter www.yara-webshop.de bestellen.
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