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Mais

Mais: Entwicklungsstand regional sehr unterschiedlich

© landpixel
von , am
05.08.2014

Zu trocken, zu nass, perfekt: So breit gefächert sind die Wachstumsbedingungen derzeit beim Mais. Dementsprechend ungleichmäßig zeigt er sich auch in der Entwicklung - und der Ernteprognose.

Der Mais findet dieses Jahr regional sehr unterschiedliche Wachstumsbedingungen vor. © landpixel
Alles andere als gleichmäßig verläuft dieses Jahr die Entwicklung von Mais. Während die Pflanzen in einigen Regionen prächtig gedeihen, kümmern sie andernorts entweder wegen fehlender Niederschläge oder Unwettern vor sich hin.
 
Das Deutsche Maiskomitee (DMK) rechnet deshalb mit weit gestreuten Erträgen zwischen  "mittelmäßig" uns "sehr gut". Basis für diese Erwartungen ist eine Umfrage des DMK bei Anbauberatern in verschiedenen Bundesländern.

Regional sehr unterschiedliche Wachstumsbedingungen

Im Juli hatten Unwetter mit Sturm und Hagel im Rheinland und am Niederrhein so stark gewütet, dass auf einigen Schlägen er wirtschaftliche Totalschaden droht. In Niedersachsen hingegen leidet der Mais auf den schweren Standorten unter der Nässe und lässt in seiner Entwicklung zu wünschen übrig. Das geht soweit, dass der viele Regen an manchen Standorten sogar zu einer Nitratverlagerung führte, der Mais unter Stickstoffmangel litt und eine Nachdüngung empfohlen wurde.
 
Das gegenteilige Extrem gibt es in Schleswig-Holstein. Hier ist es den DMK-Angaben zufolge oft zu trocken. 
 
Im Süden kommt der Regen (so er nicht in Form von Unwettern niedergeht) zur Maisblüte dem Mais entgegen. Denn hohe Temperaturen und viel Feuchtigkeit bieten beste Wachstumsbedingungen für den Mais. Vor allem in den südlicheren Regionen entwickelt sich der Mais deswegen sehr gut.
 

Silomais teils im August erntereif

Das Maiskomitee rechnet für Südwestdeutschland damit, dass der früh gesäte Mais Ende August die Silomaisreife erlangt. Außerdem geht es dort - ebenso wie in Thüringen und Niedersachsen - von guten bis sehr guten Erträgen aus.
 
Um den Erntezeitpunkt von Silomais zu optimieren, bietet das DMK das Prognosemodell MaisProg an. In der Basisversion ist es kostenlos. Nutzer können über ihre Postleitzahlen Empfehlungen einholen. Durch die Postleitzahlen errechnet MaisProg mit Hilfe der Daten von Wetterstationen den aktuellen Trockensubstanzgehalt in der Gesamtpflanze. Das Tool eignet sich DMK-Angaben zufolge sowohl für die Nutzung mit dem PC als auch mit dem Smartphone. 

Vegetationsreport: Jetzt Maiszünsler beachten (16. Juli)

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