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Mais

Mais: Nitratwerte durch späte Nmin-Probe optimieren

© Mühlhausen/landpixel
von , am
27.06.2013

Wer erst im Juni die Nmin-Probe durchführt, kann die Ergebnisse besser für die Düngeplanung im Frühjahr nutzen. Zu diesem Schluss kommt Ludger Laurenz von der Landwirtschaftskammer NRW.

Silomais
Wer im Referenzzeitraum eine Fläche - beispielsweise mit Silomais - neu bestellt, muss auf die Anbaudiversifizierung achten. © Kurt Bouda/aboutpixel.de
Das Wetter im Frühjahr und ackerbauliches Können bestimmen im Wesentlichen die Auswaschungsverluste für Stickstoff. Das beschreibt Ludger Laurenz von der Landwirtschaftskammer NRW in einer Veröffentlichung des Deutschen Maiskomitees e.V. (DMK).
 
Laurenz beruft sich dabei auf die Ergebnisse der seit 20 Jahren durchgeführten späten Nmin-Untersuchung im Einzugsgebiet des Halterner Stausees.

Viel Regen im Frühjahr, wenig Stickstoff am 1. Juni

Das Einzugsgebiet des Halterner Stausees, zwischen Münster und dem Ruhrgebiet gelegen, umfasst circa 51.000 Hektar (ha) landwirtschaftliche Nutzfläche, davon sind etwa 48.000 ha Ackerland. Der Maisanteil in der Fruchtfolge liegt bei rund 42 Prozent. In der Region fokussieren sich die Landwirte auf intensive Tierhaltung und Biogasproduktion.
 
Seit 1990 besteht eine Wasserschutzkooperation. Ein Schwerpunkt in der Kooperation ist die späte Nmin-Untersuchung um den 1. Juni herum. Die Nitratwerte, die von 1970 bis etwa 1985 angestiegen waren, sind seitdem erheblich gesunken. Diese Tendenz habe sich in den vergangenen Jahren verstärkt.
 
Laurenz führt das auf das weiter verbesserte Düngeverhalten der Landwirte und die zuletzt vergleichsweise trockenen Frühjahre zurück. Geringe Niederschlagsmengen reduzieren demnach die Auswaschungsverluste für gedüngten Stickstoff. Je mehr es im März, April und Mai regnet, umso niedriger ist der Nmin-Wert um den 1. Juni. Der Einfluss der Einzelmonate nimmt von März über April bis hin zum Mai zu.

Bessere Düngeplanung durch später Nmin-Probe

Mit einer späten Nmin-Probenahme haben Landwirte die Möglichkeit, bei der Düngeplanung darauf zu reagieren, dass der Mais in einem trockenen Frühjahr weniger Düngestickstoff benötigt als in einem regnerischen Frühjahr. Die Eindämmung der N-Verluste in regenreichen Frühjahren stellt deshalb einen Schwerpunkt der Arbeit in der Kooperation dar.
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