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Mais

Mais: Regen bringt regionale Ertragseinbußen

von , am
05.06.2013

Bonn - Das Deutsche Maiskomitee erwartet durch den Dauerregen im Mai und Anfang Juni regional erhebliche Ertragseinbußen beim Mais. Besonders betroffen sei Bayern.

© landpixel
Nach Angaben des Deutschen Maiskomitee (DMK) wird der anhaltende Regen in einigen Regionen Deutschlands - allen voran Bayern - zu teils erheblichen Ertragseinbußen führen. In Bayern stünden die Maisschläge in den Hauptanbaugebieten auf den übersättigten Böden schon seit Ende Mai im Wasser.
 
Neben den negativen aktuellen Ertragswirkungen befürchtet das DMK auf den betroffenen Flächen auch Langzeitschäden, über deren Wirkung kaum Erfahrungen vorliegen. Neben Stickstoffverlusten durch Auswaschung der weitgehend abgeschlossenen Düngung in tiefere Bodenschichten und witterungsbedingt verspäteter Unkrautbekämpfung sei auch mit Strukturschäden zu rechnen.

Weitere Bundesländer betroffen, Mais im Nordosten leidet unter Kälte

Ähnlich wie in den überschwemmten bayerischen Maiszonen sieht es im
  • östlichen Niedersachsen sowie Teilen
  • Thüringens,
  • Sachsens,
  • Sachsen-Anhalts und im
  • östlichen Raum Baden-Württembergs aus.
Auch dort waren die Maisbestände stärker vom Dauerregen der letzten Zeit betroffen. Die Anbauschwerpunkte im Münsterland sind dagegen von derartigen Schäden verschont geblieben. Im Nordosten hat der Mais in der letzten Zeit nicht so sehr durch Regen, sondern lokal mehr unter Kälte gelitten.
 
Im Schnitt des Bundesgebietes dürfte der Entwicklungsstand der Bestände gegenwärtig zwei bis drei Wochen hinter der Normalzeit liegen.

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Bei der Unkrautbekämpfung jetzt die Nerven behalten

Die Maiserzeuger hoffen jetzt auf wärmere Witterung, damit die nassen Böden möglichst rasch abtrocknen und wieder befahrbar werden, um eventuell eine Nachdüngung auszubringen und versäumte Unkrautbekämpfung durchzuführen. Das Deutsche Maiskomitee weist in diesem Zusammenhang auf die Empfehlung der Anbauberatung hin, "die Nerven zu behalten" und ausreichende Temperaturen sowie die Bildung einer Wachsschicht auf den Maisblättern abzuwarten, bevor die Unkrautbekämpfung im Mais begonnen wird.
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