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Mais

Mais steht trotz Nachtfrösten und Trockenheit relativ gut da

von , am
11.05.2011

Bonn - Recht unterschiedlich stehen die Maisflächen in Deutschland derzeit da. Im Vergleich zu anderen Feldfrüchten haben die jungen Pflanzen Trockenheit und Nachtfröste relativ gut überstanden.

Das Umweltministerium plant ein Anbauverbot gentechnisch veränderter Pflanzen (GV0). © Mühlhausen/landpixel
Das ist das Ergebnis einer Rundfrage des Deutschen Maiskomitees (DMK) unter Züchtern, Saatguthandel und Mitgliedern der Offizialberatung in den wichtigen Anbauregionen. Das Maissaatgut kam in diesem Frühjahr überall pünktlich in den Boden. In Teilen Baden-Württembergs begann die Aussaat sogar bereits in den letzten März-Tagen, was letztlich kaum Vorteile gebracht haben soll. Die Hauptaussaatzeit lag fast überall zwischen dem 10. und 20. April.
 
Die bestellten Flächen sind durchweg zügig aufgelaufen. Begrenzte Frostschäden sind vornehmlich in den Beständen zu beobachten gewesen, die etwa um den 10. bis 12. April ausgesät worden waren. Betroffen waren im Süden vornehmlich der Bodenseeraum, im Nordwesten der Raum um Bremervörde und im Osten Teile Sachsens und Mecklenburg-Vorpommerns. Überwiegend ist jedoch der Vegetationskegel der Pflanzen erhalten geblieben, so dass berechtigte Hoffnungen auf Erholung der Bestände besteht, vorausgesetzt, die für die zweite Mai-Hälfte vorausgesagten Regenfälle treffen ein.

Einige Schläge noch nicht aufgelaufen

Bei später Aussaat sind einige Schläge noch nicht aufgelaufen, da die Bodenfeuchtigkeit unzureichend war. Am schwächsten stehen die jungen Schläge dort, wo entweder Mais nach Winterzwischenfrüchten oder nach umgebrochenen Rapsbeständen in den Boden kam. Etwa Mitte Mai dürfte in einigen Maisregionen, so zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen und in Bayern mit der Unkrautbekämpfung begonnen werden. Stark entwickelt haben sich vielfach Hirsearten, aber auch breitblättrige Kräuter. In jedem Fall sei es wichtig, dass bald ausreichend Regen fällt, heißt es abschließend. 
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