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Mais

Mais wandelt CO2 effektiver in Sauerstoff um als andere Pflanzen

© Mühlhausen/landpixel
von , am
29.09.2011

Bonn - Ein Hektar Maisanbau "recycelt" den CO2-Ausstoß von 60.000 km Autofahrt oder vier Pkw-"Durchschnittsfahrern". Darauf weist der RLV zu Beginn der Maisernte hin.

Der IGC setzte seine Erwartungen an die globale Mais- und Weizenernte bei seiner Schätzung Ende September nochmals nach oben. Unter den Rekordernten leiden jedoch die Preise. © hapo/landpixel
Mais ist eine so genannte C4-Pflanze und kann das für den Treibhauseffekt verantwortliche Kohlendioxyd effektiver als andere Kulturpflanzen in pflanzliche Biomasse umwandeln. Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) beruft sich dabei auf die Daten des Deutschen Maiskomitees. Ein Hektar Mais erzeugt nach RLV-Angaben den Jahresbedarf an Sauerstoff für 50 bis 60 Menschen. Mais verfügt als C4-Pflanze über ein höheres CO2-Aufnahmevermögen und kann deshalb bei höheren Temperaturen mehr Trockenmasse produzieren.

Mais braucht wenig Wasser

C3-Pflanzen, wie Getreide, können diesen Vorteil nur durch eine längere Vegetationszeit ausgleichen. Mais besitzt auch ein effizientes Transpirationssystem, fast keine Pflanze benötigt weniger Wasser als der Mais zur Bildung von Pflanzentrockenmasse und vor allem Energie. Mais ist ein bedeutendes Nahrungs- und Futtermittel zugleich. Aus einem Hektar Silomais lässt sich energiereiches Futter für die Produktion von 15.000 l Milch oder 60.000 Eiern erzeugen. 30 Schweine oder sechs Rinder können damit gemästet werden. Der energiereiche Mais wird besonders zum Ausgleich des eiweißreichen Grünlandaufwuchses benötigt, um den tierischen Organismus zu entlasten und die Ausscheidungen zu minimieren.

Nahrungsmittel, Futtermittel, Energielieferant

Als direktes Nahrungsmittel wird Körnermais zu Maismehl, Maisgrieß oder Cornflakes verarbeitet. In vielen Ländern der Erde bildet Mais die alleinige Grundlage der Ernährung. Mais ist ein wichtiger, natürlicher Rohstoff für die Erzeugung von Bioenergie in Biogasanlagen. Ein Hektar Mais liefert rund 9.000 m3 Biogas. Daraus können 16 Megawattstunden Strom gewonnen werden. Das entspricht einem Jahresbedarf von fünf Haushalten. Zusätzlich sind die Abwärme und die als wertvoller natürlicher Dünger einsetzbaren Gärreste nutzbar. Der Anbau von Mais hilft nach RLV-Angaben somit, teure und begrenzte fossile Energieträger einzusparen.

Landwirte in NRW erwarten eine sehr gute Maisernte

Die Landwirte in NRW erwarten nach Angaben der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen eine sehr gute Maisernte. Das freundliche Spätsommerwetter der vergangenen Wochen die Abreife der Bestände gefördert, so dass im Flachland die Silomaisernte bereits begonnen hat. Während Getreide und Grünland unter der Trockenheit und den hohen Temperaturen in Mai und Juni zum Teil stark gelitten haben, kam der Mais mit diesem Wetter sehr gut zu recht. Ausreichend Regen im Juli und August sorgte dann für dicke Kolben und reichlich Ertrag. Die Maisanbaufläche in NRW wurde 2011 gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 18.000 ha ausgedehnt und nimmt mit 277.000 ha knapp 26 Prozent der Ackerfläche ein.
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