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Mais

Maisanbauer blicken optimistisch in die Zukunft

© Mühlhausen/landpixel
von , am
05.12.2013

DuPont führte kürzlich eine Umfrage unter Maisbauern durch. Drei Viertel gaben an, ihre Anbaufläche 2014 nicht zu verändern. Kleinbetriebe befürchten jedoch negative Auswirkungen des EEG auf den Maisanbau.

Die ersten Maisflächen wurden schon gehäckselt. Ergebnisse lassen noch auf sich warten. © Mühlhausen/landpixel
Der führende Saatguthersteller DuPont Pioneer hat kürzlich eine Umfrage unter Maisanbauern durchgeführt. Die Umfrageergebnisse zeigen unter anderem, dass eine Einschränkung des Maisanbaus per Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) insbesondere Klein- und Kleinstbetrieben wirtschaftliche Schäden bereiten würde. Im Falle einer gesetzlichen Beschränkung des Maisanbaus würden mehr als ein Drittel der Befragten (40 Prozent) Getreide-GPS als Alternative für die Biogas-Produktion nutzen. Als weitere Alternativen kommen Ackergras (21 Prozent), Zuckerrüben (zwölf Prozent) und Sorghum (acht Prozent) in Betracht. Beim "DuPont Pioneer Mais-Barometer 2013" gaben 289 Maisanbauer ihre Einschätzungen zur aktuellen Lage sowie zukünftigen Herausforderungen im Maisanbau ab.

Drei Viertel wollen Maisanbaufläche nicht verändern

"Wir sehen uns in der Annahme bestätigt, dass sich eine Einschränkung des Maisanbaus durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) insbesondere auf Klein- und Kleinstbetriebe negativ auswirken würde, da diese den Maisanbau gar nicht oder um maximal zehn Prozent zurückfahren könnten, ohne wirtschaftliche Verluste zu erleiden. Darum suchen wir nach alternativen Lösungen zur Energieerzeugung, um Landwirte zu unterstützen", sagt Ulrich Schmidt, Business Director Northern Europe bei DuPont Pioneer.
 
Hinsichtlich der Maisanbaufläche gaben drei Viertel der Betriebe (72 Prozent) an, die Maisanbaufläche in 2014 nicht zu verändern. Lediglich 20 Prozent der befragten Landwirte wollten ihre Maisanbaufläche mit der kommenden Aussaat ausdehnen. Ferner wird Mais vorrangig zur Verwendung als Silomais angebaut (83 Prozent). Lediglich 34 Prozent der Befragten bauen Mais zur Körnernutzung an. Um die gestiegenen Pachtpreise auszugleichen, bauen 40 Prozent der befragten Landwirte - insbesondere Kleinst- und Kleinbauern - Kulturen mit hohem Deckungsbeitrag an. Die Umfrage ergab weiterhin, dass zwölf Prozent der Landwirte Silomais zukaufen.

Maiszünsler meist verbreiteter Schädling

Das aktuelle Mais-Barometer beschäftigt sich auch mit dem Schädlingsbefall. Der Maiszünsler ist demnach der am meisten verbreitete Schädling. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der befragten Landwirte gab an, dass ihre Kultur durch Maiszünsler beeinträchtigt wird. Zudem stellen bei einem Viertel der Befragten (27 Prozent) Drahtwürmer eine Ertragsbeeinträchtigung dar. Um dem Schädlingsbefall vorzubeugen, setzen knapp zwei Drittel der befragten Landwirte (62 Prozent) auf die Variation der Fruchtfolge. Weitere Maßnahmen sind die Sortenwahl (29 Prozent) oder die Behandlung des Saatguts (25 Prozent).

TS-Bestimmung zur Ernte als Qualitätsermittlung

Darüber hinaus spielt die Qualitätsermittlung bei Silomais eine bedeutende Rolle. Das Mais-Barometer ergab, dass knapp die Hälfte der befragten Landwirte (48 Prozent) die TS-Bestimmung zur Ernte als Qualitätsermittlung für Silomais nutzen. Weiterhin ist für ein Drittel der Landwirte (35 Prozent) die Inhaltsstoffbestimmung der Silage ein wichtiges Instrument zur Qualitätsermittlung. Bereits elf Prozent der Landwirte nutzen zur Qualitätsermittlung die Inhaltsstoffbestimmung zur Ernte. Insgesamt nahmen 289 Landwirte an der bundesweiten Befragung teil, die von September bis Oktober während der Maisfeldtage von DuPont Pioneer durchgeführt wurde. Die Teilnehmer der Befragung waren durchschnittlich 46 Jahre alt. Die durchschnittliche Betriebsgröße lag bei 238 Hektar, die durchschnittlich mit Mais bewirtschaftete Fläche betrug 53 Hektar.

Maisernte auf kalifornisch

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