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Pflanzenbau-Ratgeber

Maisaussaat: Boden vorbereiten, Nmin-Gehalt checken

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
12.04.2016

Mit der Erwärmung der Luft werden ausreichende Bodentemperaturen für die Maiskeimung erreicht. Die LWK Nordrhein-Westfalen zeigt, auf was es dabei zu achten gilt.

Durch die warmen Temperaturen wird nun auch die Tragfähigkeit der Böden für die anstehende Bodenbearbeitung zur Maisbestellung passend. Wie die LWK Nordrhein-Westfalen schreibt, werden für den Mais nach wie vor Aussaattermine ab dem 20. April langjährig empfohlen. In der Praxis hätten sich aber mittlerweile, abgesehen von spätfrostgefährdeten Lagen, auch frühere Termine um Mitte April bewährt und etabliert.

Da Mais empfindlich auf Bodenverdichtungen reagiert, müsse jedoch insbesondere auf Standorten mit schweren Böden nach erneuten Niederschlägen gewartet werden, bis die Böden ausreichend abgetrocknet sind.

Saatbett sollte feinkrümelig sein

  • Boden: fester Saathorizont mit ausreichend Keimwasser
  • Ablagetiefe: zwischen 4 cm auf besseren Standorten und maximal 6 cm auf Sandböden
  • Neigt der Boden zur Verschlämmung, sollte das Saatbett nicht zu feinkrümelig ausfallen, um den Feldaufgang durch Verkrustungen nicht zu gefährden.

Stickstoffdüngebedarf zu Mais ermitteln

Zur Ermittlung des Stickstoffdüngebedarf zu Mais wird vom N‐Sollwert, der auf Standorten mit niedrigem N‐Nachlieferungsvermögen bei 200 kg N/ha und auf Standorten mit hohem N‐Nachlieferungsvermögen bei 180 kg N/ha liegt, der Ende März/Anfang April im Boden verfügbare Stickstoff (Nmin) abgezogen.

Werden für die Ermittlung des Nmin‐Gehaltes eigene schlagbezogene Untersuchungen genommen, sollte dies laut LWK Nordrhein-Westfalen "schnellstmöglich erfolgen". Hierzu sind pro Schlag mindestens 16 über die Fläche verteilte Bohrstellen erforderlich, die zu einer Mischprobe, aber getrennt nach den bei Mais erforderlichen zwei Entnahmetiefen 0‐30 cm und 30 ‐ 60 zusammengeführt werden. Die Ergebnisse liegen innerhalb von zwei Tagen nach Eingang bei der LUFA vor.

Die LWK Nordrhein-Westfalen stellt ihren Landwirten weitere Informationen zur Probenahme und Berechnung des Stickstoffdüngebedarfs im Internet zur Verfügung.

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