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Pilzkrankheit

Maisbeulenbrand tritt schlagweise auf

LELF Brandenburg/Krauß/agrarheute
am
13.07.2016

In Brandenburg waren etwa ab der letzten Junidekade erste Befallssymptome des Maisbeulenbrandes an Blättern und im unteren Stängelbereich zu beobachten.

Seit den letzten Tagen wird nach Angaben des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) Brandenburg zumindest örtlich und schlagweise eine zunehmender Befall mit Maisbeulenbrand festgestellt. Befallssymptome wurden mitunter bei weit entwickelten Beständen (BBCH 51/53) auch schon an der Rispe festgestellt.

Wie die LELF auf isip mitteilt, kann es etwa ab dem Jugendstadium des Maises zum Auftreten von Maisbeulenbrand kommen. Befallshäufigkeit und -stärke schwanken je­doch jährlich. Pflanzenverletzungen wie z. B. durch

  • Fritfliegenlarven,
  • Hagel, Sturm bzw.
  • nach einem plötzlichen Wachstumsschub

begünstigen die Infektionen.

In Extremjahren können Ertrageverluste folgen

In der Mehrzahl der Jahre erlangt der Maisbeulenbrand laut LELF keine Bedeutung und stellt oft nicht mehr als einen Schönheits­fehler dar. In Extremjahren, z. B. bei einem abrupten Wechsel von Sommertrockenheit und anschließend reichlichem Wasserangebot kann es jedoch durch zahlreiche Kolben­infektionen insbesondere bei Körnermais

  • zu Ertragsverlusten, aber auch
  • zu einer Verminderung des Futterwertes (Energiegehalt, Stabilität der Silage)

bei Silomais kommen.

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