Login
Mais

Maisernte 2014: So läuft es reibungslos auf der Straße

© landpixel
von , am
23.09.2014

Viele Landwirte, Lohnunternehmer und Schlepperfahrer stehen in der Maisernte unter hohem Zeitdruck. Aber auch für die Bevölkerung ist die Maisernte keine alltägliche Situation. Hier ein paar Tipps für das reibungsloses Nebeneinander auf der Straße.

In Bayern und Baden-Württemberg muss der Silomais schon geerntet werden. © Mühlhausen/landpixel
Derzeit rollen große Geschütze mit extremen Breiten und Höhen über die Straßen - die Maisernte läuft vielerorts. Für Landwirte, Lohnunternehmer und Schlepperfahrer ist die Maisernte eine besondere Situation. Meist ist sie mit hohem Zeitdruck und viel Stress verbunden.
 
Aber auch die Bevölkerung fühlt sich gestresst. Zum Beispiel, wenn dem einen oder anderen Autofahrer die Häckselkolonnen auf der Straße begegnen. Das versetzt einige in Stress. Stress, der bis zur Beschwerde bei einer Behörde über mangelnde Rücksichtnahme heranwachsen kann.
 
Dabei muss es aber gar nicht in Stress ausarten - ein paar Dinge können für ein reibungsloses Mit- und Nebeneinander auf der Straße sorgen. Hinweise gibt zum Beispiel das Landvolk Niedersachsen, Kreisbauernverband Land Hadeln.

Maisernte: Gegenseitige Rücksichtnahme erforderlich

Wie der Kreisbauernverband  Hadeln (KBV) in einem Rundschreiben mitteilt, seien während der laufenden Maiskampagne seitens der Bevölkerung Beschwerden aufgelaufen. Überwiegend wäre der Grund eine "nicht angepasste Geschwindigkeit" der Traktoren auf engen Straßen. Aber auch Straßenschäden durch hohe Tonagen und hohes Tempo seien ein Thema.
 
Der KBV Hadeln rät seinen Mitgliedern zur gegenseitigen Rücksichtnahme im Straßenverkehr. "Zur Gewährung eines langfristigen Miteinanders und einer größtmöglichen Sicherheit im Straßenverkehr ist gegenseitige Rücksichtnahme gerade während der Erntezeit erforderlich", schreibt der KBV.

Maisernte: So klappt das reibungslose Miteinander

Für den Schlepperfahrer und Führer landwirtschaftlicher Maschinen bedeutet das, die Geschwindigkeit an die aktuelle Situation anzupassen, so der KBV:
  • Straßenbreite
  • Gegenverkehr
  • Tages- oder Nachtzeit
  • Kindergärten, Spielplätze, Schulen
  • Altenheime
Um die Akzeptanz moderner Landtechnik mit großen und breiten Volumina zu verbessern, rät der Deutsche Bauernverband:
  • Runter vom Gas, bis zu Tempo 30
  • Anwohner rechtzeitig über erhöhtes Verkehrsaufkommen informieren
  • Fahren am Sonn- und Feiertage vermeiden
  • Ladung sicher und Schmutz vermeiden
Genauso setzt der KBV auf gezielte Kommunikation. Wie der KBV auf  Anfrage mitteilt, rate er seinen Mitgliedern, das Gespräch mit der Bevölkerung zu suchen. Der Schlepperfahrer oder Maschinenführer sollte sich das Anliegen des Bürgers anhören und versuchen, ihm auch seine Situation zu erklären. Das trage zum gegenseitigen Verständnis bei.
 
Außerdem habe es sich bewährt, Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer mit amtlichen Schildersätzen auf Straßenverschmutzung aufmerksam zu machen. Die Absicherung durch eine amtliche Beschilderung sollte jeder Landwirt vornehmen, um Unfälle zu vermeiden. Ferner sollte er Technik vorhalten, um die Straßen schnell nach einer Verschmutzung zu säubern.

Vegetationsreport: Maisernte beginnt

Auch interessant