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Mais

Maisernte in Osteuropa übertrifft Erwartungen

© CorneliaKalkhoff-fotolia
von , am
29.10.2013

Die Ernte in Rumänien fällt deutlich größer aus als bislang gedacht, deshalb hat die EU-Kommission ihre europaweite Ernteschätzung für Körnermais Ende Oktober nach oben gesetzt.

Die Firma Lanworth bezifferte die neue us-amerikanische Maisernte mit 14,647 Mrd. Scheffel. © H.D.Volz/Fotolia.com
Ansonsten haben sich Erntedaten in der EU nur wenig geändert. Die EU-Analysten setzten die europäische Maisernte um 1,6 Millionen Tonnen (Mio. t) auf 65,9 Mio. t nach oben. Vor vier Wochen (Ende August) hatten die EU-Experten die Ernte noch auf 64,3 Mio. t geschätzt. Im August lag die Prognose allerdings schon einmal bei 65,8 Mio. t. Die sehr schwache Maisernte des vorigen Jahres von 58,1 Mio. t wird mit der aktuellen Erntemenge um 13 Prozent (%) oder rund 7,8 Mio. t übertroffen.

Rumänien hat nun reichlich Mais für den Export

Grund für den Produktionsanstieg gegenüber dem Vormonat ist die deutlich höhere Erntemenge in Rumänien. Ende Oktober geht die Kommission für Rumänien von einer Maisernte von 10,6 Mio. t aus. Gegenüber dem Vormonat (9,3 Mio. t) ist dies ein Anstieg von 1,3 Mio. t. Im letzten Jahr hatten die Rumänen witterungsbedingt (Trockenheit) lediglich 5,4 Mio. t Mais geerntet. Damit wäre die neue Maisernte fast doppelt so groß wie 2012, so dass offensichtlich reichlich Mais für den Export in den Norden der EU zur Verfügung steht.

Deutsche Ernte sehr klein, Frankreich mit guter Ernte

Für Deutschland wurde die erwartete Erntemenge um 0,1 Mio. t auf 4,1 Mio. angehoben. Damit wird die sehr gute deutsche Vorjahresproduktion von 5,5 Mio. t deutlich verfehlt.
 
Ganz leicht um 0,1 Mio. t auf 15,8 Mio. t nach unten, ging es mit der französische Maisernte. Im vorigen Jahr hatten die französischen Landwirte 15,5 Mio. t Mais und damit 0,3 Mio. t weniger geerntet.

Maispreise in Europa zuletzt seitwärts

In Europa entwickelten sich die Maispreise zuletzt relativ stabil. Zwar kostet die neue Ernte im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls 70 Euro/t bis 75 Euro/t weniger. Seit Ende September haben die Maispreise jedoch mit den Weizenpreisen um rund 8 % oder 12 Euro auf etwa 177 Euro/t zugelegt und konnten sich zuletzt in etwa auf diesem Niveau behaupten. Dabei ist der Preisabstand zwischen Mais und Weizen in Europa (trotz der relativ hohen Weizenpreise) mit 28 Euro/t oder 14 % erheblich kleiner als in den USA. 
 
Wie ist die Maisernte in Ungarn, Bulgarien und Kroatien ausgefallen? Kann die europäische Produktion den Bedarf decken? Wieviel Mais kommt in diesem Jahr ins Tierfutter? - Antworten auf diese Fragen und weitere interessante Informationen zum Thema erfahren Sie im vollständigen Artikel im Marktkompass... 
 
 
 
  

Marktreport: Erntefazit zum Silomais

 
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