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Mais

Maisernte: So reagieren Sie auf Sickersaft im Silo

von , am
05.10.2015

Bei Sickersaft gelten strenge Auflagen, die zu den CC-Regelungen gehören und auch im Ordnungsrecht geregelt sind. Damit es keine Probleme im Silo gibt, heißt es: auffangen oder absorbieren.

Im Norden ist die Maisernte noch im Gange. © Mühlhausen/landpixel
Wird der Mais mit unterdurchschnittlichen Trockenmassegehalten geerntet, ist zwangsläufig mit einer Sickersaftbildung zu rechnen. Die anfallende Menge kann man bereits beim Häckseln reduzieren. Ist die Sickersaftbildung bei der Silierung im Voraus zu erwarten, müssen ferner laut LWK NiedersachsenVorsorgemaßnahmen zum ordnungsgemäßen Auffangen des Sickersaftes getroffen werden:
 
Stehen Sickersaftgruben zum kontrollierten Sammeln des Gärsaftes nicht zur Verfügung, gilt es, alternative Lösungen in Betracht zu ziehen. Dazu kann zum einen eine Foliengrube gehören, die speziell für diesen Fall angelegt wird.
 
Zum anderen ist es aber auch möglich, mit Hilfe von absorbierenden Stoffen wie zum Beispiel Häckselstroh, Trockenschnitzel oder gequetschtem Getreide dem ungehinderten Austreten des Sickersaftes in die Umwelt zu begegnen. Der Mengenanteil der Absorptionsstoffe richtet sich vor allem nach der zu erwartenden Sickersaftmenge, die
  • vom Trockenmassegehalt des Siliergutes,
  • der Futterart sowie
  • der Höhe des Futterstapels als auch
  • der Lagerungsdichte abhängig ist.
Ein gleichmäßiges Vermischen der absorbierenden Materialien erhöht die Aufsaugleistung. 
 

Kurzstroh oder Grassilage beimischen

Während der Maisernte kommt für diese Forderung lediglich das schichtweise Einbringen dieser Materialien in Betracht, wobei die Mengen von unten nach oben abnehmen können.
  • Für Grünmais mit Trockenmassegehalten unter 28 Prozent sei es ratsam, Kurzstroh mit einer Schichtdicke von 30 cm als Unterlage in das Silo einzubringen. Damit lassen sich nach Aussagen von Thaysen (2006) Gärsaftmengen von etwa 1-2 m³/ha binden.

  • Auch kurz gehäckselte Grassilage mit einem TM-Gehalt über 45 Prozent könne dafür genutzt werden. Im Vergleich zum Stroh ist das Vermögen zur Sickersaftbindung jedoch geringer. Daher bedürfe es einen größeren Mengeneinsatzes. Gegebenenfalls könne die Maissilage auch über eine solche bestehende Grassilage gefahren werden. 
 
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