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Mais

Maisernte: So reduzieren Sie Sickersaft bereits beim Häckseln

von , am
02.10.2015

Tritt bei der Silierung Sickersaft aus, gehen mit der flüssigen Phase Nährstoffe verloren. Wie kann man die Mengen bereits beim Häckslen verringern? Die LWK Niedersachsen gibt Tipps.

Sickersaft unterliegt umweltrechtlich hohen Auflagen. © Mühlhausen/landpixel
Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen schreibt, gefährdet der an organischen Verbindungen reiche Sickersaftdie Umwelt und darf daher weder in das Grundwasser noch in Vorfluter gelangen.
 
Für den Umgang mit Sickersaft gibt es deshalb strenge Auflagen, die zu den CC-Regelungen gehören und auch im Ordnungsrecht geregelt sind. Wird der Mais mit unterdurchschnittlichen Trockenmassegehalten geerntet, sei zwangsläufig mit einer Sickersaftbildung zu rechnen. Mit bestimmten Maßnahmen kann aber das Ausmaß und Umfang der Sickersaftbildung beeinflusst werden. Die LWK Niedersachsen erklärt, auf was es zu achten gilt:

Wann und wie häckseln?

1. Die Einhaltung des optimalen Abreifetermines mit Trockenmassegehalten zwischen 32 bis 35 Prozent wäre die einfachste Lösung, die Sickersaftbildung zu vermeiden. Wo auf weitere Abreife gewartet werden kann, sollte dies auch praktiziert werden.
 
2. Ist der Mais noch nicht ausgereift, ist der Hochschnitt eine Möglichkeit, Einfluss auf den Trockenmassegehalt in der Gesamtpflanze zu nehmen und damit den Sickersaftanfall zumindest zu reduzieren. Im Allgemeinen gelte, dass mit einer Erhöhung der Stoppel um 20 cm der TM-Gehalt um etwa ein bis zwei Prozent und die Energiekonzentration um 0,1 MJ NEL/kg TM zunehmen. Die Einbußen des Ertrages von etwa fünf Prozent ließen sich durch die bessere Futterqualität kompensieren. 
 
3. Eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung des Sickersaftaufkommens bestehe mit der Häcksellänge. Liegen die Trockenmassegehalte noch unter 30 Prozent könne das Häckseln mit Häcksellängen von 1 bis 1,5 cm etwas gröber ausfallen. Es ist jedoch durch die richtige Einstellung des Corncrackers darauf zu achten, dass insbesondere die Körner gut durchgeschlagen werden.
 
4. Die Stapelhöhe wirkt sich darüber hinaus auf die Sickersaftbildung aus. Die Silos flach und lang anzulegen, hätte auch Vorteile für den gewünschten Futtervorschub.


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