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Mais

Maiserzeuger atmen auf

von , am
29.06.2011

Bonn - Trotz örtlich heftiger Niederschläge in den letzten Tagen ist Mais gegenwärtig in vielen Anbauregionen Deutschlands neben Zuckerrüben die einzige Feldfrucht, die den Landwirten Freude macht.

© Mühlhausen/landpixel
Der größte Teil der Maisflächen hat die Trockenphase im Frühjahr erstaunlich gut überstanden. Seit Beginn der Niederschläge haben die von Trockenheit gezeichneten Bestände die Erholungsphase meist recht zügig zum Anbau von Pflanzenmasse genutzt.
 
Ein Großteil der Tierhalter setzt für die Futterversorgung der Tiere in den kommenden Monaten verstärkt auf Mais, nachdem das Grünland bisher als Folge der Trockenheit fast durchweg enttäuscht hat und die Zwischenfrüchte das Defizit ebenfalls nicht ausgleichen konnten. Dies berichtet das Deutsche Maiskomitee (DMK) als Ergebnis einer Rundfrage in den wichtigen Anbauregionen. Damit entspannt sich auch die Situation der Biogas-Betriebe, die jetzt wieder ausreichend Mais für ihre Biogasanlagen erwarten dürfen.

Trotz Niederschlägen teilweise hoher Wassermangel

Dennoch fehlt dem Mais immer noch Wasser, dessen Menge beispielsweise für Nordrhein-Westfalen mindestens rund 100 Millimeter geschätzt wird. In Brandenburg, wo Blattrollen noch oder wieder zu sehen ist, liegt der Bedarf örtlich sogar noch höher. Ähnliches gilt auch für andere Teile im Bundesgebiet. Soweit Frostschäden entstanden waren, sind sie inzwischen spurlos ausgewachsen. 

Wachstumsstand im Süden deutlich besser als im Norden

Bei der Bestandsbeurteilung ist ein deutliches Süd-Nord-Gefälle zu registrieren. Während im Süden häufig von einer Normalsituation die Rede ist, oder der Wachstumsstand sogar - wie in Teilen Bayerns - mit sehr gut bezeichnet wird, werden die positiven Einschätzungen eher seltener, je weiter man in den Norden kommt.
Die Bestandsunterschiede resultieren allerdings auch aus unterschiedlichen Aussaatzeitpunkten. Während die ersten Maisbestände schon sehr früh gelegt wurden, beendeten manche Erzeuger ihre Maisaussaat erst in den letzten Juni-Tagen.
 
Positiv wird vermerkt, dass mit Ausnahme von Brandenburg, wo verstärkte Verunkrautung mit Hirse und zweikeimblättrigen Unkräutern zu beobachten ist, bisher kein außergewöhnlicher Unkrautdruck oder Schädlingsbefall zu spüren ist. 

Vegetationsreport 2011: Maiszünslerkontrolle und Gegenmaßnahmen

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