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Mais

Maisfläche im Winter zu 37 Prozent begrünt

von , am
08.10.2013

Bonn - Der Schutz des Bodens gewinnt immer mehr an Bedeutung. Deutschlandweit arbeiten 55 Prozent der Landwirte mit einer Winterbegrünung auf den geplanten Maisflächen.

Zwischenfrüchte: Kreuzblütler wie der Senf sollten nicht in enge Rapsfruchtfolgen gestellt werden. © Mühlhausen/landpixel
Insgesamt werden Winterbegrünungsmaßnahmen auf 37 Prozent der beabsichtigten Maisfelder durchgeführt. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstitutes Kleffmann Group im Auftrag des Deutschen Maiskomitees (DMK) hervor.
 
Die Winterbegrünung vor Mais mit Zwischenfrüchten wie Senf oder Untersaaten sei eine wichtige Maßnahme zur Vermeidung des Nährstoffaustrags und der Erosion in der vegetationsfreien Zeit, erklärte das DMK dazu in einer Presseinformation.

Futter für den Boden

Die positiven Effekte machten sich vor allem die Landwirte in den intensiveren Maisanbauregionen zunutze. So gaben laut DMK 74 Prozent der Landwirte in Nordrhein-Westfalen an, die geplanten Maisanbauflächen im Winter zu begrünen. In Baden-Württemberg seien es 68 Prozent gewesen, und auch in Bayern, Niedersachsen und Sachsen hätten die Werte über der Marke von 60 Prozent gelegen. In den westlichen Bundesländern seien demnach 41 Prozent der Maisflächen im Winter begrünt.

Bundesweiter Vergleich

In den östlichen Bundesländern sei die Winterbegrünung bedingt durch die geringeren Jahresniederschläge weniger stark ausgeprägt, stellte das Maiskomitee fest. Gemäß der Umfrage seien es dort 26 Prozent des gesamten Maisareals.
 
Deutschlandweit sind somit 934.000 Hektar Maisfläche im Winter begrünt, davon 773.000 Hektar in den alten Bundesländern und 161.000 Hektar in den östlichen Bundesländern. Die Kleffmann Group befragte dem Maiskomitee zufolge insgesamt 2.136 Betriebe. Die 558 Betriebe im Osten bewirtschaften im Schnitt 1.323 Hektar und bauten im Mittel 189 Hektar Mais an. Im Westen interviewte die Kleffmann Group 1.605 Landwirte; die durchschnittliche Betriebsgröße lag hier bei 100 Hektar, die Maisanbaufläche bei 31 Hektar.
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